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Riesen-Streik in Hollywood - zum ersten Mal seit 1960

Schon vor den gescheiterten Verhandlungen unterstützen Schauspieler:innen die streikenden Autor:innen.
Schon vor den gescheiterten Verhandlungen unterstützen Schauspieler:innen die streikenden Autor:innen. Copyright AP Photo/Bebeto Matthews, Arquivo
Copyright AP Photo/Bebeto Matthews, Arquivo
Von Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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160.000 in einer Gewerkschaft vertretenen Hollywood-Schauspieler:innen haben für einen Streik ab diesem Freitag gestimmt. Sie schließen sich dem Streik von Drehbuch-Autor:innen an.

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Nachdem die Verhandlungen zwischen der Screen Actors Guild und der Vereinigung der Film- und Fernsehproduzenten gescheitert sind, beginnt in Hollywood ein enormer Streik

160.000 Schauspieler:innen legen die Arbeit nieder

Seit Wochen streiken bereits die Autor:innen, nun folgen die Schauspieler:innen. Die Screen Actors Guild vertritt über 160.000 Darsteller:innen – längst nicht alle davon werden wie Stars behandelt. Sie haben jetzt beschlossen, ab diesem Freitag in den Streik zu treten.

"Wofür wir streiken würden, ist unglaublich wichtig", erklärte Schauspieler Matt Damon bei einem Foto-Event am Mittwoch: "Wir müssen die Leute schützen, die am Rand stehen. 26.000 Dollar im Jahr muss man verdienen, um krankenversichert zu sein. Und es gibt viele Menschen, die mit Restzahlungen über diese Schwelle kommen. Wenn diese Restzahlungen versiegen, verfällt auch ihre Krankenversicherung. Und das ist absolut inakzeptabel."

Die Verhandlungspartner beschuldigen sich gegenseitig

Fran Drescher, unter anderem bekannt als Hauptfigur aus "Die Nanny" und inzwischen Vorsitzende der Screen Actors Guild, äußerte sich klar zu den Verhandlungen: "Die Unternehmen haben sich geweigert, sich bedeutungsvoll bei einigen Themen zu positionieren und haben uns bei anderen Themen völlig abgewürgt. Solange sie nicht mit guter Absicht verhandeln, können wir nicht einmal ansatzweise eine Einigung erreichen."

Die Vereinigung der Film- und Fernsehproduzenten zeigte sich enttäuscht von den Verhandlungen: "Das ist die Entscheidung der Gewerkschaft, nicht unsere. Sie hat ein Angebot mit historischer Bezahlung und Restzahlungs-Erhöhungen, bedeutend höheren Pensions-Limits und Gesundheitsbeiträgen, höherem Vorsprechschutz, kürzeren Optionierungs-Perioden, einem bahnbrechenden KI-Vorschlag, der die Rechte der Schauspieler an ihrer digitalen Abbildung schützt und vielem mehr ausgeschlagen."

Hollywood-Produktionen könnten zum Erliegen kommen

Die Produktionsfirmen in Hollywood stehen nun vor einem ernsten Problem. Die Screenwriters Guild streikt bereits seit dem 2. Mai. Ohne Autor:innen und Schauspieler:innen dürften die allermeisten Produktionen zum Stillstand kommen. Einen solchen Doppelstreik gab es in Hollywood seit 1960 nicht mehr.

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