Mel Brooks, der am Sonntag hundert wurde, erhält eine Ehrung des American Film Institute: Seine Westernsatire von 1974 gilt nun als lustigster Film aller Zeiten und verdrängt «Manche mögen’s heiß» von Platz eins.
Der legendäre US-Komiker, Schauspieler und Regisseur Mel Brooks ist am Wochenende hundert Jahre alt geworden – und erhält dazu noch eine besondere Ehrung.
Das American Film Institute (AFI) hat seine berühmte Liste der 100 besten Komödien aller Zeiten offiziell neu geordnet und Brooks’ Western-Parodie Blazing Saddles von 1974 zum „lustigsten Film aller Zeiten“ gekürt.
Durch diese „Ehren“-Auszeichnung springt das satirische, respektlose Kleinod in der AFI-Liste „100 Years...100 Laughs“ von Platz 6 auf die 1 und verdrängt Billy Wilders Some Like It Hot.
In der Mitteilung erinnert das AFI daran, dass Brooks sich „seit Langem scherzhaft beklagt, sein Film sei viel lustiger als Some Like It Hot“.
„Er hat recht!“, sagte Bob Gazzale, Präsident und CEO des AFI. „Wir freuen uns, dieses Unrecht zu korrigieren, während Mel seinen hundertsten feiert. Es ist gut, König zu sein, und möge er ein 2000-jähriger Mann werden. Alles Gute, Mel!“
Brooks, der am Sonntag, dem 28. Juni, hundert wurde, ist der einzige Filmemacher mit drei Filmen in den Top 15: The Producers (1968) liegt auf Platz 11, Young Frankenstein (1974) auf Platz 13.
Blazing Saddles gilt vielen als eine der einflussreichsten Komödien überhaupt. Der absurde Film, der ständig die vierte Wand durchbricht und Grenzen austestet, nimmt amerikanische Bigotterie aufs Korn, parodiert rassistische Klischees und macht sich über Hollywood lustig.
Wegen seiner vielen rassistischen Schimpfwörter löste der Film im Lauf der Jahre immer wieder Diskussionen aus. Brooks verteidigte ihn in einem Interview mit BBC Radio 4 und erklärte, „politisch korrekte“ Kultur sei „der Tod der Komödie“ und ein Film wie Blazing Saddles würde „in der heutigen politischen Lage niemals genehmigt“.
Blazing Saddles wurde bereits 2006 in das National Film Registry aufgenommen; die US Library of Congress stufte den Film als „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam“ ein.
Brooks selbst denkt mit hundert nicht ans Aufhören. Er produziert gerade die längst überfällige Fortsetzung seiner beliebten Star-Wars-Parodie Spaceballs aus dem Jahr 1987, die er damals geschrieben und inszeniert hat.
Spaceballs: The New One soll im kommenden Jahr in die Kinos kommen.
Alles Gute zum Geburtstag, Mel Brooks – seine Fans können Spaceballs: The New One kaum erwarten.