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Italien blockiert Fortsetzung von Seenot-Mission Sophia

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Copyright REUTERS/Darrin Zammit Lupi
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Von Stefan Grobe
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Zehntausende Migranten sind in den vergangenen Jahren im Mittelmeer von europäischen Marineschiffen vor dem Ertrinken bewahrt worden. Doch bis heute gibt es keine Einigung, wie die Menschen verteilt werden könnten. Italien stellt sich deshalb quer - mit Folgen.

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Kriegsschiffe wie diese haben im Namen der EU seit 2015 etwa 45.000 Menschen im Mittelmeer das Leben gerettet.

Damit ist es vorerst vorbei - die EU hat die Operation Sophia vor der libyschen Küste gestoppt und die Schiffe zurückgezogen.

Nur die Luftaufklärung soll weitergehen.

Operation Sophia sei ein Marine-Einsatz, und ohne Schiffe könne ihre Aufgabe nicht erfüllt werden, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission.

Grund für das Aus der Marineoperation ist, dass sich die Mitgliedstaaten nicht auf ein System zur Verteilung von aus Seenot geretteten Migranten einigen konnten.

Die Regierung in Rom hatte dies gefordert, weil Gerettete nach den aktuellen Einsatzregeln ausschließlich nach Italien gebracht werden.

Kritiker wenden indes ein, ein Ende der Mission sei inakzeptabel, schließlich seien 2300 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer 2018 ertrunken.

Migranten in ihren Booten stünden vor zwei Möglichkeiten, so Matteo de Bellis von Amnesty International.

Entweder sie würden von niemandem gerettet, weil es keine Schiffe mehr gibt, die für Notmaßnahmen gerüstet seien.

Oder sie würden von der libyschen Küstenwache aufgenommen, zurück nach Libyen gebracht in Auffanglager, wo Folter, Mord und Vergewaltigungen an der Tagesordnung seien.

Zivilen Flüchtlingsschiffen ist die Rettung von Schiffbrüchigen bereits verboten worden.

Ohne die Sophia-Schiffe dürfte für Migranten eine Mittelmeer-Überfahrt nun noch gefährlicher werden.

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