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EU-Parlament wird Heim für Obdachlose

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Von Ana LAZARO
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Das Europäische Parlament stellt seine Einrichtungen in den Dienst des Kampfes gegen das Coronavirus

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Das Europäische Parlament hat seine Einrichtungen in den Dienst des Kampfes gegen das Coronavirus gestellt.

Beide Amtssitze in Brüssel und Straßburg wurden den örtlichen Behörden zur Verfügung gestellt.

Parlamentspräsident David Sassoli erklärte, dort könnten nun Obdachlose und andere besonders bedrohte Menschen in der Gesellschaft untergebracht werden.

In Brüssel sollen zwei große Säle im Helmut-Kohl-Gebäude kurzfristig umgestaltet werden.

Der eine für Obdachlose, der andere für Patienten, die zwar aus dem Krankenhaus entlassen wurden, aber noch nicht nach Hause können.

Auch die Parlamentskantinen sollen den neuen Bewohnern nutzbar gemacht werden und arbeiten weiter.

Jeden Tag würden die Großküchen mehr als 1000 Mahlzeiten für Bedürftige und Pflegepersonal produzieren.

Damit solle Solidarität gegenüber Leidenden und denjenigen gezeigt werden, die täglich hart in Krankenhäusern arbeiteten, so Sassoli.

In Straßburg planen die Behörden, aus dem Parlamentsgebäude ein medizinisches Zentrum für Coronavirus-Patienten einzurichten.

Aber nicht nur.

In den kommenden Wochen werde dort zudem ein Testzentrum entstehen, so ein Parlamentssprecher.

Eine wichtige Aufgabe in dieser Phase der Pandemie sei es, die größtmögliche Zahl von Menschen zu testen und auch die in Isolation zu bringen, die zwar infiziert seien, aber keine Symptome zeigten.

Die normale Parlamentsarbeit findet seit Mitte März praktisch nur noch per Videokonferenzen statt.

Auch Plenarsitzungen wurden auf diese Weise abgehalten.

Rund 90 Prozent der Abgeordnteten hätten von zu Hause aus abgestimmt.

Journalist • Stefan Grobe

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