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Bidens Schwenk bringt Chance auf Klima-Kooperation mit der EU

US-Präsident Joe Biden diese Woche bei einem Townhall in Milwaukee, Wisconsin.
US-Präsident Joe Biden diese Woche bei einem Townhall in Milwaukee, Wisconsin. Copyright SAUL LOEB/AFP or licensors
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Von Isabel Marques da Silva
Zuerst veröffentlicht am
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An diesem Freitag treten die USA wieder dem Pariser Klima-Abkommen bei. Die Entscheidung war eine der ersten Amtshandlungen von Joe Biden, der damit den von Donald Trump 2017 betriebenen Austritt wieder rückgängig machte. Die Biden-Administration will bis 2050 Klima-Neutralität erreichen.

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An diesem Freitag treten die USA offiziell wieder dem Pariser Klima-Abkommen bei, das 2015 mit Hilfe des damaligen US-Präsidenten Barack Obama zustande gekommen war. Die Entscheidung war eine der ersten Amtshandlungen von Joe Biden, der damit den von Donald Trump 2017 betriebenen Austritt wieder rückgängig machte.

Die Biden-Administration will bis 2050 Klima-Neutralität erreichen. Das bedeutet, dass Emissionen von fossilen Energieträgern von natürlichen Ökosystemen oder technischen Lösungen neutralisiert werden.Die EU hat dasselbe Ziel und sieht das Potenzial für neue Partnerschaften.

Beide Seiten invesirten viel in diese Politik, meint die finnische EU-Abgeordnete Miapetra Kumpula-Natri, Mitglied der Parlamentsdelegation für die Beziehungen zu den USA. Die EU könne als Wegweiser dienen, was zu einem gesunden Wettbewerb bei Klimatechnologie führen könne. In seinen ersten Reden als Joe Bidens Klimabeauftragter habe John Kerry angedeutet, dass dabei auch der Export eine wichtige Rolle in dieser Strategie spielen werde.

Nach China sind die USA mit ihrer großen Agrar- und Industrieproduktion der zweitgrößte Erzeuger von CO2-Emissionen, allerdings mit weitem Abstand. Umweltschützer wollen von den westlichen Demokratien mehr Aktion und mehr Solidarität gegenüber ärmeren Staaten sehen.

Der Westen müsse aufhören, Geld in fossile Energieträger zu stecken, auch in Erdgas, denn noch immer werde in Flüssiggas-Terminals investiert, sagt Jagoda Munić, Direktorin von Friends of the Earth-Europe. Auch erwarte man eine entschlossenere Führung auf internationaler Ebene von den USA und der EU, wozu die Solidarität mit den Staaten der Südhalbkugel zähle. Wissen und Technologien müssten geteilt werden, damit auch Entwicklungsländer den Übergang zur klimaneutralen Wirtschaft schafften.

US-Präsident Biden will mit einem Billionen Dollar schweren Klima-Plan zehn Millionen Jobs in Sektoren umweltfreundlicher Energien schaffen. Außerdem versprach er, die Emissionen von der Öl- und Gasförderung zu reduzieren. Die Wirtschaft ist dabei und sieht Kooperationschancen mit der EU.

Damit Unternehmen langfristig investieren können, bräuchten sie ein stabiles, berechenbares und sicheres Umfeld, so Susan Danger von der US-Handelskammer in Europa. Dann könnten sie Geld in neue Technologien stecken, nicht nur um ihre eigene Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, sondern auch um Lösungen für den Rest der Gesellschaft zu finden.

Eine engere Zusammenarbeit zwischen Washington und Brüssel könnte sich auch positiv auf andere Staaten bei der nächsten Klimakonferenz im November in Glasgow auswirken.

Journalist • Stefan Grobe

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