Nur 1 Prozent Lohnerhöhung - Johnsons Corona-Krankenschwester kündigt

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson Copyright Jeremy Selwyn/AP
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Von Euronews mit dpa
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Aus mangelndem Respekt: Jenny McGee hat ihren Job gekündigt. Sie hatte sich um den an Corona erkrankten britischen Premierminister Boris Johnson gekümmert.

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Nur ein Prozent mehr Lohn soll das Pflegepersonal in Großbritannien erhalten - deutlich unter dem erwarteten Inflationsniveau. Gewerkschaften und Opposition sind empört.

Jenny McGee hat ihren Job gekündigt. Sie gehört zu den Pflegekräften, die sich im Frühling 2020 um den an Corona erkrankten britischen Premierminister Boris Johnson gekümmert haben.

Regierung: Pflegekräfte kriegen immerhin eine Lohnerhöhung

"Wir erhalten nicht den Respekt und den Lohn, den wir verdienen", sagte McGee dem Sender Channel 4. "Deshalb habe ich meine Kündigung eingereicht." Mehrere britische Medien hatten vorab aus einem Gespräch zitiert, das Teil einer für den 24. Mai geplanten Dokumentation über die Corona-Pandemie ist. Viele Pflegekräfte hätten den Eindruck, dass die Regierung in der Pandemie sehr ineffektiv und unentschlossen gehandelt habe, so der Tenor der Doku.

Im Gegensatz zu anderen Beschäftigten des Öffentlichen Diensts, bekommen Pflegekräfte immerhin eine Lohnerhöhung, betont die Regierung. Dies zeige die Wertschätzung.

Jenny McGee arbeitet jetzt in der Karibik

In einer Mitteilung ihres Arbeitgebers wird McGee zurückhaltender zitiert. "Nach dem härtesten Jahr meiner Karriere als Krankenpflegerin mache ich eine Pause vom NHS (Nationalen Gesundheitsdienst), hoffe aber, dass ich in Zukunft zurückkehren kann", sagte sie demnach. Sie werde zunächst in der Karibik arbeiten und dann einen Urlaub in ihrer Heimat Neuseeland machen.

Über den erkrankten Regierungschef sagte McGee in der Dokumentation: "Ich erinnere mich, wie ich ihn sah und gedacht habe, dass es ihm sehr schlecht geht. Er hatte wirklich eine andere Farbe." Um Johnson herum seien viele kranke Patienten gewesen, von denen einige im Sterben lagen.

Der Premierminister war tagelang auf einer Intensivstation behandelt worden. Nach seiner Entlassung hatte Johnson McGee sowie dem ursprünglich aus Portugal stammenden Pfleger Luis Pitarma gedankt, er verdanke ihnen sein Leben.

Im Sommer 2020 lud er beide zu einer Gartenfeier in seinem Amtssitz ein.

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