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Frankreich: Wie kommen Nicht-EU-Bürger an den "Gesundheitspass"?

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Von Vincent Coste  mit AFP
Kontrolle eines "Gesundheitspasses" während eines Festivals in Carhaix-Plouguer, Westfrankreich, 08.07.2021
Kontrolle eines "Gesundheitspasses" während eines Festivals in Carhaix-Plouguer, Westfrankreich, 08.07.2021   -   Copyright  SAMEER AL-DOUMY / AFP

Es ist Hochsaison in Frankreich, obwohl das Wetter in weiten Teilen des Landes derzeit besonders zu wünschen übrig lässt. In wenigen Tagen werden Tourist:innen in Frankreich mit einer neuen Maßnahme konfrontiert, die es ihnen erlauben wird, ihren Urlaub im Land noch mehr zu genießen. Der sogenannte "Gesundheitspass" wird bald überall zur Eintrittskarte. 

Bisher war die Bescheinigung für Kinobesuche erforderlich, aber ab dem 9. August muss sie aller Voraussicht nach auch in Bars und Restaurants oder bei Fernreisen in Frankreich, sei es mit dem Zug oder dem Flugzeug, vorgelegt werden. Eine entsprechende Entscheidung des Verfassungsrates wird für Donnerstag Abend erwartet.

Für französische Staatsangehörige oder für Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten, die sich dauerhaft in Frankreich aufhalten oder auf der Durchreise sind, gilt seit dem 1. Juli der "digitale EU-Impfpass", der bescheinigt, ob ein Reisende:r vollständig geimpft- oder genesen ist, oder einen aktuellen, negativen Corona-Test gemacht hat.

Doch wie steht es um Tourist:innen aus Nicht-EU-Ländern? Der französische Staatssekretär für Tourismus, Jean-Baptiste Lemoyne, hat sich an diesem Donnerstag zum Thema geäußert. Er versicherte, dass die französische Regierung anstrebe, "dass Touristen, die sich in Frankreich aufhalten, ab dem 9. August Pässe erhalten können".

Jean-Baptiste Lemoyne fügte gegenüber dem Radiosender France Inter hinzu, dass ihm ein "ein spezielles System" vorschwebe, das mit der Zeit weiterentwickelt und verfeinert würde, um derartige Anfragen zu bearbeiten. Weitere Einzelheiten nannte er jedoch nicht.

Die Einführung des "Gesundheitspasses" für Touristen aus Nicht-EU-Ländern sollte sich an einem anderen System orientieren, das am vergangenen Montag in Kraft getreten ist, allerdings für Französinnen und Franzosen, die außerhalb der Europäischen Union leben. Diese können einen speziellen Gesundheitspass erhalten, auch wenn sie im Ausland "mit von der Europäischen Arzneimittel-Agentur anerkannten Impfstoffen" geimpft worden sind.