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EU koordiniert Ukraine-Flüchtlingshilfe - auch Schutz vor Menschenschmugglern

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Von Stefan Grobe  & Shona Murray
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A young boy from Ukraine eats chocolate in a hostel in Budapest, Hungary, Thursday, March 24, 2022.
A young boy from Ukraine eats chocolate in a hostel in Budapest, Hungary, Thursday, March 24, 2022.   -   Copyright  Anna Szilagyi/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

In Brüssel sind die Justiz- und Innenminister der EU zusammengekommen, um über die Aufnahme der Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine zu beraten. Dabei sollen die Maßnahmen europaweit koordiniert werden - Wohnen, medizinische und psychologische Versorgung stehen an erster Stelle.

Doch gilt es auch, Frauen und Kinder zu schützen, die unbegleitet und potenzielle Opfer von Menschenschmugglern sind. Es gebe zunehmend Berichte von UN-Organisationen vor Ort über verdächtige Autos, deren Insassen ein Auge auf Frauen und Kinder geworfen hätten, sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. Deshalb sei das koordinierte Netzwerk zur Bekämpfung des Menschenhandels aktiviert worden.

Bislang sind etwa vier Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Mehr als die Hälfte davon fand in Polen Zuflucht, gefolgt von Rumänien, Moldawien, Ungarn und der Slowakei.

Zu den Themen, die am Montag diskutiert wurden, gehören finanzielle Herausforderungen und europäische Mittel, die verteilt werden können, um die Aufnahmeländer zu unterstützen. Gemäß einer EU-Richtlinie haben Flüchtlinge Anspruch auf vorübergehenden Aufenthalt, einschließlich Arbeitserlaubnis, Unterkunft, medizinische Versorgung und Schule.

Aber es gibt besondere Bedürfnisse für Flüchtlinge, die sehr gefährdet sind. Es sei wichtig, dass die EU-Länder ihre Aufnahmekapazitäten massiv ausbauten, um sicherzustellen, dass alle Ankommenden, einschließlich Familien und Kinder, Zugang zu einer sicheren Unterkunft hätten, die auch kinderfreundlich und geschlechtersensibel sei, so Stephanie Pope von Oxfam. Diese Menschen benötigten auch psychosoziale Unterstützung. Unbegleitete Kinder benötigten außerdem Zugang zu Vormundschaftsnetzwerken.

Einige Länder erreichen bald die Grenze ihrer Aufnahmekapazität. Die Europäische Kommission richtet eine EU-weite Plattform zur Registrierung von Flüchtlingen ein, die es den Ländern ermöglicht, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen zu koordinieren.