Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Ukrainische Flüchtlinge aus Moldau in Frankfurt angekommen

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit dpa
euronews_icons_loading
Ukrainische Flüchtlinge aus Moldau in Frankfurt angekommen
Copyright  Petr David Josek/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Es sind jetzt schon fast vier Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine. 134 Menschen sind am Flughafen Frankfurt angekommen. Die Menschen waren zuerst nach Moldawien (Moldau) geflohen und dann vor dort aus nach Deutschland geflogen worden. Deutschland hilft Moldawien, einem Nachbarland der Ukraine, mit dem Flüchtlingsstrom fertig zu werden.

Ein Flugzeug hat am Freitag erstmals Ukraine-Flüchtlinge aus dem Nachbarland Moldau direkt nach Deutschland bringen. Nach Angaben von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich  Rheinland-Pfalz bereit erklärt, die vor dem Krieg in ihrer Heimat Geflohenen nach der Landung am Frankfurter Flughafen aufzunehmen. Der Flug geht auf eine Initiative der Bundesregierung zurück, mit der die Nachbarländer der Ukraine unterstützt werden sollen.

Deutschland hat der Republik Moldau angeboten, bis zu 2500 Geflüchtete zu übernehmen. Faeser erklärte, die Behörden dort hätten Listen zusammengestellt. Die deutschen Behörden würden überprüfen, wer ins Land komme.

Bestimmungsort: Ukraine. Dreimal wöchentlich verlässt ein Güterzug der Deutschen Bahn Berlin mit Spenden von Unternehmen und Privatpersonen im ganzen Land. Laut der Deutschen Bahn werden jeden Tag zahlreiche Container mit Waren aller Art gefüllt.

Allein in Polen sind mehr als zwei Millionen ukrainische Flüchtlinge. Das UN-Flüchtlingshilfswerk arbeitet mit den lokalen Behörden zusammen, um den Menschen Unterstützung zukommen zu lassen. Die Flüchtlinge mit besonderen Anforderungen, eingeschränkten Fähigkeiten und gesundheitlichen Problemen stehen im Mittelpunkt. Was brauchen die Menschen hier in erster Linie?

Shabia Mantoo, UNHCR-Sprecherin: "In erster Linie Schutz. Menschen, die fliehen, weil ihr Leben in Gefahr ist, brauchen als allererstes Sicherheit und Schutz.Natürlich haben sie auch andere Bedürfnisse. Es gibt ja auch solche, die kommen, das sind Menschen mit Behinderungen, mit speziellen Herausforderungen, sie brauchen maßgeschneiderte Hilfe. Einige von ihnen brauchen medizinische Versorgung.“

Nach Angaben des Grenzschutzes sind seit Beginn des Kriegs in der Ukraine knapp 2,27 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland eingetroffen. Das teilte die Behörde am Samstag bei Twitter mit. Allein am Freitag waren es demnach rund 30.500 Menschen. Dies sei ein Rückgang um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vortag. Aus Polen in die Ukraine hätten seit Kriegsbeginn am 24. Februar 322.000 Menschen die Grenze überquert.

Bei diesen Reisenden handelt es sich nach früheren Angaben des Grenzschutzes zum überwiegenden Teil um ukrainische Staatsbürger, die in ihr Heimatland zurückkehren. Viele Männer, aber auch Frauen, wollen sich dort den ukrainischen Truppen anschließen und gegen die russischen Soldaten kämpfen. Andere gehen zurück, um sich um Kinder oder hilfsbedürftige Angehörige zu kümmern.

Es gibt derzeit keine offiziellen Angaben dazu, wie viele der Kriegsflüchtlinge in Polen geblieben und wie viele bereits in andere EU-Staaten weitergereist sind. Die Ukraine - flächenmäßig das größte Land in Europa - hatte vor Beginn des russischen Angriffs mehr als 44 Millionen Einwohner. Polen und die Ukraine verbindet eine mehr als 500 Kilometer lange Staatsgrenze.