König Abdullah II. empfing in Amman die höchsten Vertreter der EU zu einem Gipfeltreffen, dessen Schwerpunkt auf der Umsetzung des strategischen Partnerschaftsabkommens lag, das eine Zusammenarbeit in fünf Bereichen und ein Finanzpaket in Höhe von 3 Milliarden Euro vorsieht.
Der jordanische König Abdullah II. empfing am Donnerstag in Amman den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, sowie die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, anlässlich des ersten bilateralen Gipfeltreffens zwischen Jordanien und der Europäischen Union. Ziel des Treffens ist es, die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten zu stärken.
Wie der jordanische Königshof in einer Mitteilung auf seinem offiziellen X-Konto mitteilte, handelt es sich um das erste Treffen dieser Ebene seit der Unterzeichnung des Abkommens über eine strategische und umfassende Partnerschaft zwischen Jordanien und der EU im vergangenen Jahr.
Der offiziellen Mitteilung zufolge hat der Gipfel zum Ziel, die Zusammenarbeit im Rahmen dieses Abkommens zu stärken, das sich auf fünf Säulen stützt: regionale Zusammenarbeit, Sicherheit und Verteidigung, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, Handel und Investitionen, Humankapital und Unterstützung für Flüchtlinge.
Die Partnerschaft sieht ein Finanz- und Investitionspaket für den Zeitraum 2025-2027 im Wert von rund 3 Milliarden Euro vor. Davon entfallen 640 Millionen auf Zuschüsse, 1 Milliarde auf konzessionäre Darlehen und 1,4 Milliarden auf zusätzliche Investitionen, wie der jordanische Fernsehsender "Al Mamlaka" berichtete.
Während des Treffens wies António Costa darauf hin, dass es sich um den ersten EU-Jordanien-Gipfel handelt, und betonte, dass die bilateralen Beziehungen zu konkreten Ergebnissen geführt haben. Gleichzeitig rief er dazu auf, die Partnerschaft zwischen beiden Seiten zu vertiefen.
Das Abkommen umfasst auch die Unterstützung der Stabilität Jordaniens angesichts der geopolitischen Herausforderungen in der Region, vor dem Hintergrund der Folgen des Konflikts im Gazastreifen, sowie die Förderung der Modernisierung der jordanischen Staatsinstitutionen.