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Neue Studie: Weniger Verkehrstote bei Tempo 30

Niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen in Städten verringern die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten, ohne dass sich Staus oder Fahrzeiten verlängern, wie eine neue Eurocities-Umfrage zeigt.
Niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen in Städten verringern die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten, ohne dass sich Staus oder Fahrzeiten verlängern, wie eine neue Eurocities-Umfrage zeigt. Copyright  Euronews
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Von Inês Trindade Pereira & Damaso Jaivenois
Zuerst veröffentlicht am
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Von Paris bis Stuttgart treten die Städte auf die Bremse, um Leben zu retten. Könnte dies der Schlüssel sein, um die Zahl der Verkehrstoten in der EU bis 2050 auf null zu senken?

Tempolimits in Städten verringern die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten, ohne dass sich Staus oder Fahrzeiten verlängern, wie eine neue Eurocities-Umfrage zeigt. Rund 75 % der europäischen Städte, die in bestimmten Gebieten Tempo 30 eingeführt haben, berichten zudem von weniger Verkehrstoten und Verletzten.

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Die Studie stützt sich auf die Antworten von 38 Städten in 19 epuropäischen Ländern, darunter Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien und Deutschland. Diese Zahlen wurden vor dem Hintergrund der EU-Initiative "Vision Zero" ermittelt, mit der die Zahl der Verkehrstoten bis 2050 auf Null reduziert werden soll.

Die meisten Städte haben Geschwindigkeitsreduzierungen in bestimmten Zonen wie Wohngebieten, historischen Zentren oder Schulzonen Priorität eingeräumt. 57 % der Städte gaben an, dass auf mehr als der Hälfte ihres Straßennetzes Geschwindigkeitsbegrenzungen unter 50 km/h gelten, so der Bericht.

Dem Bericht zufolge wurden die Geschwindigkeitsbegrenzungen in den untersuchten Städten schrittweise und gezielt eingeführt und nicht nach einem einheitlichen Konzept.

Welche Auswirkungen hatten die Geschwindigkeitsbegrenzungen?

Nach den jüngsten vorläufigen Zahlen der Europäischen Kommission starben im Jahr 2025 auf den europäischen Straßen rund 19 400 Menschen, wobei 44 % aller Todesopfer Autofahrer und -insassen waren.

Die Kosten von Verkehrsunfällen in der EU werden auf jährlich 2 % des BIP geschätzt, wobei die lebensverändernden Verletzungen oft dauerhafte Behinderungen, chronische Schmerzen und den Verlust des Lebensunterhalts bedeuten, so die Kommission.

Die Eurocities-Studie zeigt, dass mehr als neun von zehn der untersuchten Städte kurz- und mittelfristig positive Auswirkungen auf die Straßenverkehrssicherheit gemeldet haben.

Die Behörden der Städte berichteten von weniger Unfällen, Todesfällen und schweren Verletzungen bei allen Verkehrsteilnehmern sowie von niedrigeren Geschwindigkeiten und geringerer Lärmbelästigung.

Trotz einiger Behauptungen, dass Tempo 30 zu mehr Verkehrsstaus und höheren Staukosten führe, habe die Geschwindigkeitsbegrenzung insgesamt keine negativen Auswirkungen auf Staus, Verkehrsaufkommen oder Fahrzeiten und nur begrenzte, überschaubare Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr, so Eurocities.

Die Änderung stieß jedoch auf Widerstand: Während der Planung und Einführung meldete fast die Hälfte der Städte politischen Widerstand, während mehr als ein Drittel der Städte auf Widerstand in der Öffentlichkeit stieß.

Nach der Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzungen verzeichneten 65 % der 38 untersuchten europäischen Städte keine Rückschläge, wobei der politische Widerstand und der Widerstand der Öffentlichkeit deutlich abnahmen.

"Sobald die Menschen die Vorteile von sichereren, ruhigeren Straßen erleben, wächst die Unterstützung schnell und der Widerstand schwindet", sagte Michele Campaniello, Vorsitzender der Eurocities-Taskforce für Tempo 30.

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