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Europas Staats- und Regierungschefs treffen Selenskyj in Downing Street: Druck auf Russland wächst

Präsident Wolodymyr Selenskyj, Großbritanniens Premier Keir Starmer, Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in London, 8.12.2025.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Premier Keir Starmer, Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in London am achten Dezember 2025. Copyright  AP Photo
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Von Greta Ruffino
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Im Mittelpunkt der Gespräche steht laut Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die europäische Ukraine-Hilfe zu koordinieren, den Druck auf Russland zu erhöhen und einen gerechten, dauerhaften Frieden zu erreichen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft in London zu einem abendlichen Treffen in der Downing Street ein. Gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und dem britischen Premierminister Keir Starmer will er beraten, wie der Druck auf Russland angesichts militärischer Rückschläge in der Ukraine weiter erhöht werden kann.

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Das Treffen findet wenige Tage nach einem öffentlichen Appell Selenskyjs an Russlands Präsidenten Wladimir Putin statt. In einem offenen Brief, der kurz vor dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg veröffentlicht wurde, hatte er direkte Gespräche angeboten, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden.

Der Kreml wies den Vorschlag zurück. Putin soll das Schreiben Medienberichten zufolge als „unhöflich“ bezeichnet und Selenskyjs Absichten infrage gestellt haben.

Der russische Präsident lehnte zudem ein persönliches Treffen ab und sagte, für solche Gespräche gebe es „keinen Sinn“. Ein Kremlsprecher erklärte, Selenskyj könne trotzdem nach Moskau reisen, falls er dort Gespräche führen wolle.

Die jüngste Ankündigung folgt auf einen großangelegten ukrainischen Drohnenangriff auf St. Petersburg am Samstag, der Kyjiws Fähigkeit unterstrich, Ziele tief im russischen Staatsgebiet zu treffen.

Am Sonntag warf Selenskyj Russland vor, kritische nukleare Infrastruktur ins Visier genommen zu haben. „Russland hat diese nukleare Infrastrukturanlage bewusst getroffen. Bislang liegen keine Messwerte vor, die die normale Hintergrundstrahlung überschreiten“, schrieb er auf X.

„Es gibt jedoch eindeutig eine weitere Eskalation von Russlands Dreistigkeit, die schon längst jedes Maß sprengt. Ukrainische Einsatzkräfte haben den Brand an dieser Anlage nach dem Angriff gelöscht. Jetzt braucht es wirklich neue, konkrete Schritte der Weltgemeinschaft, damit die Russen spüren, dass dieser Terrorkrieg ein Schlag gegen Russland selbst ist.“

Ukraine: Luftabwehr fängt in der Nacht 215 von 236 russischen Drohnen ab

Russland hat der ukrainischen Luftwaffe zufolge in der Nacht 236 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. 215 davon seien abgeschossen oder elektronisch gestört worden.

Nach Angaben ukrainischer Behörden erreichten 17 Drohnen ihre Ziele an 13 Orten. Trümmer abgeschossener Flugkörper verursachten in weiteren neun Gebieten Schäden.

Der Angriff richtete in mehreren Regionen Schäden an, darunter im nördlichen Gebiet Tschernihiw. Dort wurde nach Angaben der örtlichen Behörden eine ältere Frau verletzt, als eine russische Gerbera-Drohne eine Tankstelle in der Stadt Koriukiwka traf.

Auch Tankstellen in den Städten Snovsk und Horodnja wurden getroffen. Nach einem weiteren morgendlichen Angriff geriet zudem ein Traktor in Brand.

Im Rajon Pryluky beschädigten nächtliche Drohnenangriffe Gebäude eines Agrarunternehmens sowie Büro- und Versorgungseinrichtungen.

Die Ukraine hat im Mai zum zweiten Monat in Folge mehr Gebiet von den russischen Truppen zurückerobert, als sie verlor. Das geht aus einer Auswertung von Daten des Institute for the Study of War (ISW) hervor, die die Nachrichtenagentur AFP Anfang des Monats vorlegte.

Die russische Offensive hat derweil zu steigenden Preisen, höheren Steuern, den höchsten Finanzierungskosten seit zwei Jahrzehnten, zur Schließung von Unternehmen und zu Arbeitskräftemangel geführt. Die Wirtschaft steht damit so unter Druck wie seit Beginn des umfassenden Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 nicht mehr.

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