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Extremhitze in Frankreich - 40 Badetote in fünf Tagen

Am Canal Saint-Martin in Paris, am Mittwoch, 17. Juni 2026. (Foto: AP/Emma Da Silva)
Am Canal Saint-Martin in Paris am Mittwoch, 17. Juni 2026. (Foto: AP/Emma Da Silva) Copyright  (Photo AP/Emma Da Silva)
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Von Djeneba Sharon Camara
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Nach einem extrem heißen Tag mit über vierzig Grad setzt sich die Hitzewelle fort. Vierundfünfzig Départements stehen in Frankreich am Dienstag unter roter Hitzewarnung. 40 überwiegend junge Menschen ertranken, als sie sich im Wasser abkühlen wollten.

An diesem Dienstag meldet Météo France außergewöhnlich hohe Temperaturen – tagsüber wie nachts.

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Die Tiefstwerte sinken in weiten Teilen des Landes nicht unter 18 bis 24 Grad. Im Tagesverlauf steigen die Temperaturen im Westen auf 40, teils 42 Grad.

54 Départements stehen wegen der Hitzewelle auf Warnstufe Rot. Betroffen ist vor allem die große Westhälfte des Landes bis nach Burgund. Weitere 35 Départements sind auf Orange gesetzt.

Insgesamt sind mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Frankreich extremen, außergewöhnlichen Temperaturen ausgesetzt.

Die Hitze bringt den Verkehr durcheinander. Mehrere TGV-, TER- und Metrolinien fielen am Montag aus oder hatten Verspätung. Die Störungen dürften sich fortsetzen. Mehr als 1.300 Schulen blieben am Montag ebenfalls geschlossen.

Angesichts dieser Hitzewelle sind die Folgen teils dramatisch. Seit Donnerstag kamen nach Angaben der Regierung mindestens 40 Menschen ums Leben, die in unbewachten Gewässern Abkühlung suchten und ertranken. Ministerpräsident Sébastien Lecornu erklärte nach einer Krisensitzung, bei den meisten Opfern habe es sich um junge Menschen gehandelt.

Jungen baden in der Seine in Samois-sur-Seine südlich von Paris, am 19. Juni 2026
Jungen baden in der Seine in Samois-sur-Seine südlich von Paris, am 19. Juni 2026 AP Photo

Zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren wurden am Montag in Carpentras im Département Vaucluse tot aufgefunden. Nach ersten Erkenntnissen hatten sie sich in das Auto ihrer Eltern eingeschlossen, das auf einem Wohnparkplatz stand. Bereits am Sonntag starben in der Gironde drei ältere Menschen in ihren Wohnungen an der Hitze.

Waldbrände: zweite Gefahr der Hitzewelle

Nach Angaben von Météo France beeinflussen die aktuellen Wetterbedingungen Ausbruch und Ausbreitung von Bränden stark. Ausschlaggebend sind die Hitze und die geringe Luftfeuchtigkeit.

An diesem Dienstag gelten 28 Départements als Gebiet mit „hoher“ Waldbrandgefahr. Am Mittwoch steigt die Zahl laut Météo France auf 34.

Gestern wurden mehrere Temperaturrekorde gebrochen, unter anderem in Angers mit 40,9 Grad und in Châteaumeillant mit 43,3 Grad. Auch in Paris fiel der Junirekord: dort wurden 38,4 Grad gemessen. Diese Werte könnten an diesem Dienstag jedoch noch übertroffen werden, mit Spitzenwerten von 44 Grad in Bordeaux und 43 Grad in Rennes.

Die extreme Hitze dürfte mindestens bis Donnerstag anhalten. Danach sollen die Temperaturen etwas zurückgehen, aber nach Angaben von Météo France weiter über den üblichen Juniwerten liegen.

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