Welche Lehren zieht Europa aus dem Brexit bei Souveränität, Migration, Wettbewerbsfähigkeit, Demokratie und Desinformation? Stärkt das die Integration? Im EU‑Parlament diskutieren Abgeordnete in der Sendung „The Ring“ über die Zukunft der EU‑Beziehungen zum Vereinigten Königreich.
Zehn Jahre nach dem Votum des Vereinigten Königreichs für den Austritt aus der Europäischen Union ist die Debatte über das Erbe des Brexit noch längst nicht beendet. Die Europaabgeordneten Barry Andrews (Renew Europe) und Sander Smit (European Conservatives & Reformists) streiten darüber, ob der Brexit Europa gestärkt oder geschwächt hat – und ob Großbritannien eines Tages in den Block zurückkehren könnte oder sollte.
Für den irischen Europaabgeordneten Barry Andrews ist die Antwort eindeutig. Er hält den EU-Austritt für einen Fehler und ein „totales Desaster“ für das Vereinigte Königreich und verweist auf Jahre politischer Instabilität und wirtschaftlicher Probleme seit dem Referendum. Zugleich ist er überzeugt, dass der Brexit die Unterstützung für das europäische Projekt gestärkt hat. „Es gibt niemanden mehr, der die Europäische Union verlassen will“, sagt er.
Der niederländische Europaabgeordnete Sander Smit sieht es anders. Aus seiner Sicht fehlt der EU weiterhin „die entscheidende britische Stimme für Haushalts- und Finanzdisziplin“, und er warnt vor einem stärker zentralisierten Europa. „Unsere Zukunft liegt in einer stärkeren Partnerschaft“, sagt er. „Das Vereinigte Königreich und die EU-Staaten sollten die Vergangenheit hinter sich lassen und als natürliche, souveräne Verbündete zusammenarbeiten.“
The Ring moderiert Méabh Mc Mahon. Die Produktion liegt bei Luis Albertos Altarejos und Amaia Echevarria, den Schnitt übernimmt Vassilis Glynos.
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