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Hitzewelle in Frankreich: Ökologen bringen Misstrauensantrag gegen Regierung ein

Cyrielle Chatelain (rechts) und Marine Tondelier sprechen nach einem Treffen mit Emmanuel Macron im Élysée-Palast in Paris am zehnten Oktober 2025 mit Journalist:innen
Cyrielle Chatelain (rechts) und Marine Tondelier sprechen nach einem Treffen mit Emmanuel Macron im Élysée-Palast in Paris am zehnten Oktober 2025 mit Journalist:innen. Copyright  AP Photo/Thibault Camus
Copyright AP Photo/Thibault Camus
Von Vincent Reynier
Zuerst veröffentlicht am
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Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu weist den Vorwurf zurück, die Regierung habe beim jüngsten Extremhitzeereignis untätig zugesehen. Zugleich stellt er die von den Ökologen genannte Zahl von 10.000 Todesopfern deutlich infrage.

Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Nationalversammlung, Cyrielle Chatelain, hat am Dienstag angekündigt, in Kürze einen Misstrauensantrag gegen die Regierung einzubringen. Anlass ist der Umgang mit der Hitzewelle, die Frankreich in der vergangenen Woche getroffen hat.

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Die Motion richte sich dagegen, "dass die Regierung auf die Hitzewelle, die wir erlebt haben, nicht vorbereitet war – und noch weniger auf die, die uns bevorsteht", erklärte Chatelain. Sie fügte hinzu: "Es wird ein Misstrauensantrag der gesamten Linken sein."

Zuvor hatte sich Chatelain in der Fragestunde zur Regierung einen hitzigen Schlagabtausch mit Sébastien Lecornu geliefert. Dabei kritisierte die Vorsitzende der Grünen-Fraktion die "Untätigkeit der Regierung" im Umgang mit dem Klimawandel.

"Es wird eine Untersuchungskommission geben und es wird ein Misstrauensvotum geben", sagte sie an Lecornu gerichtet. "Sie sind nicht am richtigen Platz. Die Politik, die Sie betreiben, ist eine Politik der Ungleichheit, eine Politik, die die Erderwärmung verschärft."

Sébastien Lecornu weist Vorwurf der "Untätigkeit" zurück

Der Regierungschef wies den Vorwurf der "Untätigkeit" entschieden zurück und stellte die von den Grünen-Abgeordneten genannte Zahl der Todesopfer durch die Hitzewelle infrage. Diese beziffern die Zahl der Opfer auf 10.000.

"Woher nehmen Sie diese Bilanz von 10.000 Toten, mit der Sie und die Ihren seit mehr als drei Tagen in Fernsehsendungen auftreten und einen menschlichen Schaden beziffern, der falsch ist? Das ist skandalös, das ist unwürdig!", empörte sich Lecornu.

In einer am Samstag veröffentlichten Pressemitteilung meldete die Gesundheitsbehörde Santé publique France "einen Anstieg der täglichen Zahl der Verstorbenen" seit Dienstag, dem 23. Juni. Grundlage seien "erste Mortalitätsdaten". Zugleich mahnte die Behörde, diese Daten "mit Vorsicht" zu interpretieren.

Im Schlagabtausch mit Chatelain erklärte der Regierungschef außerdem, die von den Grünen-Abgeordneten geforderte Untersuchungskommission zur "Anpassungspolitik" der Regierung an den Klimawandel werde wie ein "Bumerang" auf sie zurückfallen.

Lecornu zeigte sich zuversichtlich. Seiner Einschätzung nach werde die Untersuchung den Vorwurf der Untätigkeit entkräften und zugleich den offensichtlichen Bedarf an mehr Tempo bei den Maßnahmen aufzeigen.

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