US-Präsident Donald Trump hat die "einseitige" Beziehung der USA zur NATO als "lächerlich" bezeichnet und ihre Fortführung erneut in Frage gestellt.
Wenige Tage vor Beginn des NATO-Gipfels in Ankara hat US-Präsident Donald Trump die "einseitige" Beziehung der Vereinigten Staaten zu dem Militärbündnis als "lächerlich" bezeichnet.
Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump am Donnerstag : "Sie waren nicht für uns da!!!" und erklärte, das Verhältnis Washingtons zur NATO sei "nicht gegenseitig".
Seit Jahren kritisiert Trump die ungleiche Lastenverteilung in der Militärallianz, seine Austrittsdrohung in diesem Frühjahr ist noch frisch in Erinnerung. Die europäischen Verbündeten hat er außerdem mehrfach scharf für ihre Reaktion auf den Krieg im Iran kritisiert.
Immer wieder fordert der US-Präsident, Europa müsse bei der eigenen Verteidigung die Führungsrolle übernehmen. Gleichzeitig steht der Abzug von US-Truppen aus Europa im Raum, die USA überprüfen ihre Militärpräsenz auf dem Alten Kontinent für die Zukunft.
In seinem Beitrag vom Donnerstag veröffentlichte Trump eine Grafik zu den NATO-Ausgaben mit deutlich höheren Investitionen der Vereinigten Staaten im Vergleich zu den anderen dargestellten Mitgliedstaaten.
Unter seinem Druck hatten die NATO-Staats- und Regierungschefs bei einem Treffen im vergangenen Jahr zugesagt, ihre Verteidigungsausgaben bis 2035 auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.
Der NATO-Gipfel mit 32 Mitgliedstaaten findet am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara statt.
Die 1949 gegründete Allianz hat sich zu einem von den USA geführten Verteidigungsbündnis entwickelt. Ihr wird zugeschrieben, zur Stabilität in Europa beigetragen zu haben, die Sowjetunion in Schach gehalten und die weltpolitische Rolle Washingtons über Jahrzehnte gefestigt zu haben.