Nach Angaben der norwegischen Kriminalpolizei Kripos kamen die Ermittlungsteams den Männern, die Bilder vom sexuellen Missbrauch von Kindern teilten, auf die Spur, da sie im Darknet mit der Kryptowährung Monero bezahlten.
Die norwegische Polizei hat mitgeteilt, dass in einer koordinierten Aktion 28 Männer in sieben Ländern festgenommen wurden. Im Visier standen Käufer von Material, das sexuellen Missbrauch von Kindern zeigt.
Wie Kripos, die nationale Kriminalpolizei Norwegens, erklärte, hatten die Männer den Zugang zu mehreren Foren im Darknet in der Kryptowährung Monero bezahlt. Eigentlich gilt Monero als eine anonyme Kryptowährung, in der Transaktionen ohne Namen in der Blockchain aufgezeichnet werden. Dank einer neuen Technologie der Justizbehörden ließen sich die Zahlungen aber zurückverfolgen.
"Wir haben eng mit sechs Staaten zusammengearbeitet, um die Festnahmen der identifizierten Nutzer zu koordinieren, die mit Kryptowährungen für den Zugang zu den Foren bezahlt haben“, sagte Polizeistaatsanwalt Terje Nedrebo Michelsen.
Männer zwischen 22 und 54 in sieben Ländern festgenommen
Die Aktion fand Anfang Juni statt. Die Männer im Alter zwischen 22 und 54 Jahren wurden in Norwegen, Schweden, Deutschland, der Schweiz, Kanada, Tschechien und Polen festgenommen, wie Kripos bekannt gab.
Weitere Festnahmen wurden erwartet, möglicherweise auch in zusätzlichen Ländern, erklärte die Behörde. Es gebe "zahlreiche Verdächtige".
Kripos erklärte zudem, man habe im Jahr 2025 eine Methode entwickelt, mit der sich der Einsatz der Kryptowährung in bestimmten Fällen nachverfolgen lässt.
In einer separaten Mitteilung erläuterte Europol, einer der Festgenommenen habe in großem Umfang künstliche Intelligenz eingesetzt, um illegales Material zu erzeugen. Einige der Opfer gehörten zur unmittelbaren Familie eines weiteren Verdächtigen.
Durch den Einsatz brachte die Polizei drei Kinder in Sicherheit, berichtet Europol.
Die Ermittlungsteams stellten außerdem mehr als 460 Gegenstände sicher, darunter elektronische Geräte, Krypto-Wallets, Drogen und große Mengen an Dopingmitteln, so Europol.