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"Frankreichs letzte Hoffnung": Musk wirbt für Le Pen und erntet Kritik

Elon Musk erscheint am Dienstag, 28. April 2026, vor dem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien.
Elon Musk trifft am Dienstag, 28. April 2026, am Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, ein. Copyright  AP Photo/Godofredo A. Vásquez
Copyright AP Photo/Godofredo A. Vásquez
Von Nathan Joubioux
Zuerst veröffentlicht am
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Monate vor der Präsidentschaftswahl stellt sich Musk hinter Le Pen. Gegner des Rassemblement National warnen vor ausländischer Einflussnahme auf den Wahlkampf.

"Sie ist Frankreichs letzte Hoffnung." Mit dieser Botschaft auf X erklärte Elon Musk am Mittwoch, dem 15. Juli, seine Unterstützung für Marine Le Pen, die bei der Präsidentschaftswahl 2027 für den Rassemblement National (RN) antreten will.

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Der Eigentümer von Tesla, SpaceX und der Plattform X reagierte damit auf einen Beitrag, dem zufolge die Zustimmungswerte für die Vorsitzende der RN-Fraktion in der Nationalversammlung in den vergangenen Wochen "explodiert" seien.

Bereits im April 2025 hatte sich Musk hinter Marine Le Pen gestellt, nachdem sie in erster Instanz zu einem fünfjährigen Verlust ihrer Wählbarkeit verurteilt worden war. Hintergrund waren Vorwürfe der Veruntreuung öffentlicher Gelder im Zusammenhang mit den Parlamentsassistenten des damaligen Front National (FN).

"Ich hoffe und ermutige Marine Le Pen, diese Verfolgung zu überwinden und bei der nächsten Präsidentschaftswahl zu kandidieren", schrieb Musk damals auf X. Am 7. Juli bestätigte das Berufungsgericht das Urteil gegen Marine Le Pen.

Sie wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, davon zwei Jahre auf Bewährung und ein Jahr ohne Bewährung, das noch in eine alternative Strafe umgewandelt werden kann. Zudem wurde gegen sie ein Verlust der Wählbarkeit von 45 Monaten verhängt, von denen 30 Monate zur Bewährung ausgesetzt sind. Trotz des Urteils bleibt sie formal wählbar.

Vorwurf der Einmischung

Musks Stellungnahme rief in Frankreich umgehend Kritik von politischen Gegnern des RN hervor. "Wie wir auf Französisch sagen: Nur Dummköpfe ändern ihre Meinung nie", schrieb Außenminister Jean-Noël Barrot auf X.

"Die Saison der Einmischungen beginnt", kommentierte der frühere EU-Kommissar und ehemalige französische Wirtschaftsminister Thierry Breton. "Elon Musk unterstützt also Marine Le Pen. Das ist sein gutes Recht. Die Behörden müssen jedoch sicherstellen, dass der Algorithmus von X keinen Kandidaten bevorzugt", schrieb er. Zugleich betonte Breton, dass "der Rechtsstaat für alle gilt – ohne Ausnahme".

"Schauen Sie sich genau an, bei wem Marine Le Pen Favoritin ist: bei Elon Musk, dem reichsten Mann der Welt, einem Verfechter des Profits um jeden Preis, einem Mann, der EU-Recht missachtet, in ganz Europa die extremsten Parteien unterstützt und sich wieder mit Donald Trump verbündet hat", kritisierte die Renew-Europe-Abgeordnete Nathalie Loiseau. Auch aus dem linken politischen Lager kam Kritik.

Antoine Léaument, Abgeordneter der Partei La France insoumise (LFI), sprach von "ausländischer Einmischung" und forderte die französische Medienaufsicht Arcom (Autorité de régulation de la communication audiovisuelle et numérique) zum Handeln auf. "Algorithmische Manipulationen von Wahlen gehören zu den Risiken, die ich in meinem Parlamentsbericht über die Organisation von Wahlen in Frankreich hervorgehoben habe", schrieb Léaument auf X.

Musk: Wiederholungstäter bei politischer Einmischung

Es ist nicht das erste Mal, dass Elon Musk versucht, Einfluss auf die Politik anderer Länder zu nehmen. In der Vergangenheit hat er sich wiederholt in europäische Wahlkämpfe eingeschaltet und dabei nationalistische oder populistische Parteien und Politiker unterstützt. Im Dezember 2024 erklärte er, die deutsche Rechtsaußenpartei Alternative für Deutschland (AfD) sei die einzige Partei, die "Deutschland retten" könne.

In einem Gastbeitrag für die Zeitung Die Welt schrieb Musk zudem: "Die AfD als rechtsextreme Partei darzustellen, ist offensichtlich falsch, wenn man bedenkt, dass Alice Weidel, die Parteivorsitzende, eine gleichgeschlechtliche Partnerin aus Sri Lanka hat! Erinnert Sie das an Hitler? Na wirklich!" Der Gastbeitrag löste parteiübergreifend heftige Reaktionen aus.

Auch zur politischen Lage in Rumänien äußerte sich Elon Musk. Nachdem das rumänische Verfassungsgericht den ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl wegen des Verdachts russischer Einflussnahme zugunsten des nationalistischen Kandidaten Călin Georgescu annulliert hatte, bezeichnete Musk die Richter als "Diktatoren".

Im Vereinigten Königreich ließ sich Musk zudem mit Nigel Farage, dem Vorsitzenden der populistischen Partei Reform UK, und deren Schatzmeister Nick Candy fotografieren. Kurz darauf erklärte die Partei, der Tesla-Chef erwäge eine Spende. Ebenfalls in Großbritannien berichtete die Financial Times, Musk habe auf seiner Plattform rechtsextreme Akteure unterstützt, darunter den Aktivisten Tommy Robinson sowie Ashlea Simon, die Vorsitzende der rechtsextremen Partei Britain First.

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