Derzeit liegen keine Berichte über besondere Zwischenfälle vor, "eine Lageeinschätzung vor Ort läuft“, teilte die türkische Katastrophen- und Notfallbehörde mit.
Ein Erdbeben der Stärke 5 hat am Samstag den Osten der Türkei erschüttert, wie die Katastrophen- und Notfallbehörde AFAD mitteilte.
Rund 24 Millionen Menschen in der Türkei spürten demnach die Erschütterungen in einem Gebiet mit einer Ausdehnung von mehr als 200 Kilometern.
Das Beben ereignete sich im Bezirk Battalgazi in der Provinz Malatya gegen 6:20 Uhr Ortszeit. Es war nach Angaben von AFAD in den Provinzen Malatya, Elazığ, Adıyaman, Tunceli und Şanlıurfa zu spüren.
Der Behörde zufolge liegen derzeit keine Meldungen über besondere Schäden oder Zwischenfälle vor. Einsatzkräfte prüfen die Lage weiterhin direkt vor Ort.
AFAD erinnert daran, dass die Türkei zu den erdbebengefährdetsten Regionen der Welt gehört und jedes Jahr mindestens ein Beben der Stärke 5 verzeichnet.
Das Land wurde bereits mehrfach von schweren Erdbeben getroffen, darunter das Beben von Erzincan im Jahr 1939 mit fast 33.000 Todesopfern und das Beben von İzmit 1999, bei dem rund 17.000 Menschen starben.
Im Jahr 2023 erschütterten zudem zwei verheerende Beben die südliche Provinz Kahramanmaraş. Dabei kamen nach Berichten mehr als 53.000 Menschen ums Leben. Der wirtschaftliche Schaden wird auf fast 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Türkei für das Jahr 2023 geschätzt.