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Nach Mega-Blackout: Portugiesen klagen gegen spanischen Stromkonzern

Portugiesische Bürger klagen wegen Stromausfalls gegen spanischen Versorger – Staatsanwaltschaft könnte Verfahren stoppen
Portugiesische Bürger verklagen spanischen Stromversorger wegen Blackout: Staatsanwaltschaft könnte Klage stoppen Copyright  AP Photo
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Von Diana Rosa Rodrigues
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Mit einer Sammelklage fordern portugiesische Kunden eine Entschädigung für Schäden durch den Stromausfall im April des vergangenen Jahres. Fast die gesamte iberische Halbinsel war lahmgelegt. Die Staatsanwaltschaft will die Klage abweisen.

Eine Verbraucherorganisation hat in Portugal Klage gegen Red Eléctrica de España erhoben. Sie verlangt Schadenersatz für materielle und immaterielle Schäden für portugiesische Verbraucher, die vom iberischen Stromausfall am 25. April 2025 betroffen waren.

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Der großflächige Stromausfall hatte im April fast die ganze Iberische Halbinsel lahm gelegt. Fast 58 Millionen Menschen waren betroffen. Krankenhäuser und andere Notdienste schalteten auf Generatoren um. Büros und Tankstellen blieben geschlossen, das Mobilfunknetz funktionierte nicht mehr. In den Großstädten kam der Verkehr zum Erliegen.

Vorwurf der "mangelhaften Steuerung" des Stromnetzes

Am 9. Dezember 2025 reichte die Vereinigung Citizens' Voice – Consumer Advocacy Association eine Sammelklage ein. Sie wirft dem spanischen Netzbetreiber vor, eine "mangelhafte Betriebsführung" des Stromübertragungsnetzes in Spanien und der iberischen Verbindung nach Portugal vorgenommen zu haben.

Dadurch sei es zum Blackout und zu einer massiven, lang anhaltenden Unterbrechung der Stromversorgung in Portugal gekommen, mit "erheblichen Auswirkungen auf den Alltag der Bürger", auf Wohnen, Mobilität, Arbeit und andere grundlegende Lebensbereiche.

Die Organisation ist der Auffassung, dass die spanische Gesellschaft "gesetzliche und regulatorische Pflichten in Bezug auf Sicherheit, Versorgungskontinuität und Sorgfalt beim Betrieb des Übertragungsnetzes und bei der Steuerung der Verbindung nach Portugal" verletzt habe und damit die "Stabilität des iberischen Stromsystems" aufs Spiel gesetzt habe, "unter Missachtung energiewirtschaftlicher Ordnungsvorschriften" und zum Nachteil der Rechte und Interessen der Verbraucher.

Klage soll Entschädigung bringen

Die von der Klage gedeckten Bürger umfassen alle Endverbraucher mit einem zum Zeitpunkt des Blackouts gültigen Stromliefervertrag, deren Versorgung infolge des Vorfalls unterbrochen oder erheblich beeinträchtigt wurde.

Die Klage zielt darauf ab, zu einer vollständigen Entschädigung der Sammelkläger (Verbraucher aus der Klagegruppe) für die materiellen und immateriellen Schäden zu verpflichten, die sie infolge des Blackouts erlitten haben.

Neben Schadenersatz fordert die Klage die Verhängung von "technischen und organisatorischen Maßnahmen", die künftig einen sicheren, stabilen und sorgfältigen Netzbetrieb gewährleisten sollen, sowie "wirksamen Notfallplänen", um ähnliche Vorfälle zu verhindern oder zumindest abzumildern.

Der Fall läuft derzeit vor dem Juízo Central Cível in Lissabon am Tribunal Judicial da Comarca de Lisboa und ist noch anhängig. Das Verfahren "wartet auf die Zustellung an die Beklagte und an die Inhaber der betroffenen Interessen sowie auf die weiteren Verfahrensschritte, die das Gericht anordnen wird".

Die Situation kann sich jedoch bald ändern, möglicherweise kommt es gar nicht zu einem Hauptverfahren.

Staatsanwaltschaft könnte Sammelklage stoppen

Nach Angaben von CNN Portugal, die aus einer Stellungnahme in der Akte zitiert, ist die Staatsanwaltschaft (MP) zu dem Schluss gekommen, dass die Sammelklage "nicht zu der Art der geltend gemachten Interessen passt" und plädiert daher für eine sofortige Abweisung.

Die Staatsanwaltschaft verweist auf mehrere Gründe: die Größe der betroffenen Gruppe, die potenziell Millionen von Verbrauchern umfasst, die Unterschiede bei den individuellen Schäden und den Umstand, dass es keine direkte vertragliche Beziehung zwischen den portugiesischen Kunden und dem spanischen Netzbetreiber gibt.

In einem Interview mit dem Sender erklärte Octávio Viana, Präsident von Citizens’ Voice in diesem Verfahren, die Einwände des MP ließen sich überwinden, besonders die Frage des Vertragsverhältnisses.

Die geltend gemachte Haftung sei außervertraglich, daher brauche es keinen direkten Vertrag. Gegenüber CNN Portugal betonte er, das größte Hindernis für das Verfahren sei die Zeit, angesichts der technischen Komplexität und des Sitzes von REE in Spanien.

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