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Iran warnt Bulgarien erneut wegen Stationierung von US-Militärflugzeugen

Links passiert ein Kampfjet einen US-KC-135 „Stratotanker“, ein Tankflugzeug der US-Streitkräfte, bei einer Übung nahe Luleå in Schweden am vierten März 2024.
Links fliegt ein Kampfjet am US-Tankerflugzeug KC-135 Stratotanker vorbei bei einer Militärübung nahe Luleå in Schweden am vierten März 2024. Copyright  AP/Anders Wiklund
Copyright AP/Anders Wiklund
Von Marina Stoimenova
Zuerst veröffentlicht am
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Teheran richtete seine dritte Warnung an Bulgarien aus, kurz nachdem US-Präsident Donald Trump Bulgariens Regierungschef Rumen Radew öffentlich für die Unterstützung mit einem Luftwaffenstützpunkt gedankt hatte.

Iran hat Bulgarien erneut gewarnt. Der Balkanstaat erlaubt den USA, seine Militärbasen zu nutzen. Dadurch spitzen sich die diplomatischen Spannungen zwischen Teheran und Sofia weiter zu.

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In einer Erklärung in Online-Netzwerken erklärte Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei, „die Entscheidungsträger in Bulgarien müssen die Verantwortung für die gefährliche Entscheidung übernehmen, auf ihren Militärbasen ein US-Tankflugzeug zu stationieren“.

Teheran sehe darin keinen Einzelfall, hieß es weiter. Ähnliche Beschlüsse habe es bereits gegeben, um „US-Militäraktionen gegen den Iran zu unterstützen“.

„Das bulgarische Volk weiß sehr gut, dass das iranische Volk niemals Probleme mit Bulgarien gehabt hat. Seit Jahrzehnten beruhen die Beziehungen unserer beiden Länder auf gegenseitigem Respekt“, erklärte das iranische Außenministerium.

Es ist bereits das dritte Mal, dass der Iran Bulgarien wegen der Stationierung von US-Militärflugzeugen warnt.

Die jüngste Warnung folgte nur wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump dem bulgarischen Premierminister Rumen Radev auf der Plattform Truth Social öffentlich gedankt hatte.

Screenshot eines Truth-Social-Beitrags von US-Präsident Donald Trump
Screenshot eines Truth-Social-Beitrags von US-Präsident Donald Trump Donald Trump via Truth Social

„Danke, Premierminister Radev! Bulgarien steht an der Seite Trumps und unterstützt die Stationierung eines Stützpunkts der US-Luftwaffe trotz der Drohungen Irans“, schrieb Trump.

Minister beruhigt Bevölkerung: Risiko bleibt begrenzt

Der Schlagabtausch hat in Bulgarien die Sorgen wachsen lassen. Verteidigungsminister Dimitar Stoyanov versuchte jedoch, die Bevölkerung zu beruhigen und betonte, das Risiko bleibe begrenzt.

Im Interview mit dem Sender bTV sagte Stoyanov, er mache sich keine großen Sorgen, dass der Iran Raketen auf Bulgarien abfeuern könnte, auch wenn er einräumte, dass „alles möglich“ sei.

Zu Befürchtungen möglicher Terroranschläge meinte der Minister, das Risiko sei heute geringer als damals, als US-Militärmaschinen noch auf einem zivilen Flughafen stationiert waren.

Zu Wochenbeginn billigte das Parlament in Sofia die Verlegung der US-Flugzeuge auf den Militärflugplatz Bezmer. Die Entscheidung löste Proteste von Anwohnerinnen und Anwohnern aus. Sie fürchten, die Region könne angesichts der wachsenden Spannungen in der Region zu einem möglichen Angriffsziel werden.

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