In diesem Sommer gehören drei osteuropäische Länder und mehrere Touristenhochburgen zu den gefährlichsten Regionen für Autofahrer in Europa.
Auf einer Autoreise quer durch Europa wollen viele Urlauber in diesem Sommer landschaftlich reizvolle Strecken genießen und gleichzeitig mehrere Städte besuchen.
Doch die Sicherheitsstandards auf den Straßen unterscheiden sich von Land zu Land deutlich.
Serbien, Bulgarien und Rumänien sind laut der Studie des Online-Unternehmens Vignette Switzerland (für die Schweizer E‑Vignette) die gefährlichsten Länder Europas für Autofahrer. Die E‑Vignette ist eine digitale Straßenmaut.
Serbien verzeichnete 74 Verkehrstote pro eine Million Einwohner und liegt damit 72 % über dem EU-Durchschnitt. Zum zweiten Mal in Folge führt das Land die Liste der bei der Verkehrssicherheit gefährlichsten Staaten an.
Die jüngsten Zahlen bei den Verkehrstoten in Serbien sind jedoch leicht besser als im Vorjahr.
Bulgarien folgt mit 71 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner auf Platz zwei der Risikotabelle, Rumänien mit 68 Toten auf Platz drei.
Zu den zehn gefährlichsten Ländern zählen der Studie zufolge außerdem beliebte Touristenziele wie Portugal, Griechenland, Italien und Frankreich.
Skandinavische Länder führen dagegen weiterhin die Sicherheitsrangliste an. Norwegen liegt inzwischen gleichauf mit Schweden; beide kommen nur auf 19 Verkehrstote pro eine Million Einwohner. Für Autofahrer ist es dort damit fast viermal so sicher wie in Serbien.
Straßensicherheit : Wo sich die Lage verbessert und wo nicht
Litauen hat die Zahl der Verkehrstoten in den vergangenen zehn Jahren um 43 % gesenkt, so Vignette Switzerland.
Auch Lettland, Bulgarien, Griechenland und Ungarn machen langfristige Fortschritte beim Schutz von Autofahrern und Fußgängern. Dort gingen die Todesfälle im Straßenverkehr um 37 %, 36 %, 35 % beziehungsweise 30 % zurück.
Trotzdem stagniert die Entwicklung der Straßensicherheit in manchen beliebten Urlaubsländern. In Portugal sank die Zahl der Verkehrstoten seit 2015 nur um 1 %.
Frankreich verzeichnet im gleichen Zeitraum lediglich einen Rückgang um 6 %.
Expertinnen und Experten raten Menschen, die im Sommer mit dem Auto verreisen wollen, die örtlichen Regeln zu prüfen, ihre Route sorgfältig zu planen und auf unbekannten Straßen besonders aufmerksam zu fahren, um Unfälle zu vermeiden.