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Ukraine: Gegen abgesetzte Botschafterin in USA wird wegen Korruption ermittelt

Olha Stefanishyna spricht während einer Anhörung des US-Senatsunterausschusses für Haushaltsmittel in Washington, DC.
Olha Stefanishyna spricht bei einer Anhörung des Haushaltsunterausschusses des US-Senats in Washington, DC. Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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Zwei Tage nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj Olha Stefanishyna als Botschafterin der Ukraine in den USA entlassen hat, steht sie im Fokus von Anti-Korruptionsermittlungen.

Gegen Olha Stefanishyna (auf Deutsch auch: Stefanischyna), die abgesetzte Botschafterin der Ukraine in den USA, wird in einem Antikorruptionsverfahren ermittelt. Das Hohe Antikorruptionsgericht in Kyjiw beschäftigt sich mit dem Fall.

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Der staatliche Sender Suspilne berichtet, dass das Nationale Antikorruptionsbüro und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) Stefanishyna am 5. August eine Verdachtsmitteilung zugestellt haben.

Mehr Geld ausgeben, als sie hatte?

Nach Angaben der SAPO-Staatsanwaltschaft wird Stefanishyna – die ehemalige Botschafterin in den USA und frühere Vize-Regierungschefin für europäische und euroatlantische Integration – beschuldigt, zwei Wohnungen sowie Bargeld nicht deklariert zu haben. Mit dem Geld seien Renovierungen, Flugtickets und die Miete für eine weitere Wohnung bezahlt worden.

Außerdem soll die Anwältin verschwiegen haben, dass sie ein Auto nutzte, das auf eine ihrer Mitarbeiterinnen oder einen Mitarbeiter zugelassen war.

Die Anklage wirft ihr vor, mehr Geld ausgegeben zu haben, als die 40-Jährige an Einkommen und Ersparnissen hatte.

Im Mai 2026 war ein virales Video vom Correspondents Dinner in Washington verbreitet worden, das seltsame Vorwürfe gegen Stefanishyna vorbrachte.

"Verfahren bedeutet keinen Schuldspruch"

Stefanishyna reagierte mit einer Erklärung auf Facebook. Sie schrieb, sie betrachte die Ermittlungen „ruhig und ohne unnötige Emotionen“.

„Jegliche Verfahrensschritte sind Teil der rechtmäßigen Arbeit der Strafverfolgungsbehörden und bedeuten keinen Schuldspruch“, erklärte sie.

Olha Stefanishyna schrieb, sie habe „viele der Punkte, die nun in den Medien aufgegriffen werden, bereits angesprochen, darunter auch die Fragen zu Immobilien“, und sie habe den Journalistinnen und Journalisten „alle erforderlichen Unterlagen“ zu der Wohnung übermittelt, die weitere Nachfragen ausgelöst habe.

„Die Last, Vorwürfe zu beweisen, liegt bei denen, die sie erheben“, erklärte Olha Stefanishyna. „Ich werde meinerseits tun, was nötig ist: meine Position ruhig und im Rahmen des Gesetzes verteidigen. Am Ergebnis habe ich keinen Zweifel.“

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Stefanishyna am 3. August per Dekret aus ihrem Amt entlassen. Das Schreiben nannte keinen Grund für diese Entscheidung.

Seit Mitte Juli kursieren Spekulationen, sie müsse eines der wichtigsten Botschafterämter der Ukraine wegen einer Korruptionsermittlung aufgeben. Damals begann eine überraschende Regierungsumbildung in Kyjiw mitten im Krieg.

Stefanishyna erklärte ihrerseits, sie habe beschlossen, ihren Posten in Washington aus „persönlichen Gründen“ aufzugeben.

Ihre geplante Absetzung als Botschafterin in den USA galt unter Analystinnen und Analysten weithin als Auslöser der Umbildung der Regierung in Kyjiw. Die damalige und inzwischen entlassene Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko sollte Berichten zufolge Olha Stefanishyna als ukrainische Botschafterin in Washington nachfolgen.

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