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Bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten? Selenskyj warnt vor neuer Unterstützung für Russland

Soldaten marschieren bei einer Militärparade zum achtzigsten Gründungsjubiläum der regierenden Arbeiterpartei in Pjöngjang am 10. Oktober 2025.
Soldaten marschieren bei einer Militärparade in Pjöngjang anlässlich des 80. Jahrestags der Gründung der regierenden Arbeiterpartei, 10. Oktober 2025 Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Am Wochenende erklärte Selenskyj, es gebe einen Beschluss, zwischen 30 000 und 50 000 Nordkoreaner nach Russland zu schicken. Wie er an diese Zahlen kam, sagte er nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Montag, Russland bereite die Stationierung weiterer nordkoreanischer Soldaten auf seinem Staatsgebiet vor. Außerdem habe Moskau zusätzliche ballistische Raketen aus Pjöngjang erhalten.

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Selenskyj warnte wiederholt vor immer engeren militärischen Beziehungen zwischen Moskau und Pjöngjang. Zugleich drängte er häufig auf zusätzliche westliche Luftverteidigungssysteme.

„Erstmals können sie keinen Krieg führen, ohne Nachschub aus Nordkorea“, sagte er in seiner abendlichen Ansprache und meinte damit die russischen Streitkräfte.

„Sie bereiten jetzt die Verlegung eines weiteren Kontingents aus Korea auf ihr Gebiet vor. Und sie haben, man stelle sich das vor, zusätzliche ballistische Raketen aus Nordkorea erhalten“, fügte er hinzu.

Der ukrainische Präsident lieferte keine Belege und nannte auch keinen Zeitrahmen für seine Behauptung.

Er rief Japan und Südkorea jedoch auf, Luftverteidigungshilfe zu leisten. Diese sei nötig, um die Schlagkraft Pjöngjangs zu begrenzen, die mit den Erfahrungen aus der Unterstützung Moskaus weiter wachse.

Am Wochenende erklärte Selenskyj, es sei beschlossen worden, zwischen 30.000 und 50.000 Nordkoreaner auf russischem Gebiet einzusetzen. Er legte nicht dar, woher diese Zahlen stammen.

Seitdem Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Juni 2024 einen Beistandspakt unterzeichneten, gilt Nordkorea als einer der engsten militärischen Partner Russlands.

Später im selben Jahr setzte Moskau die nordkoreanischen Truppen in einer Gegenoffensive ein, die ukrainische Einheiten aus der Grenzregion Kursk zurückdrängte.

Kursk-Offensive

Rund 600 nordkoreanische Soldaten kamen im Kampf auf russischer Seite gegen ukrainische Truppen ums Leben, teilte Südkoreas Geheimdienst im vergangenen Jahr Abgeordneten mit.

Nordkorea habe insgesamt rund 4.700 Verluste erlitten, also Verletzte und Tote, erklärte der Nationale Nachrichtendienst (NIS) vor einem Parlamentsausschuss.

Nach Angaben des NIS wurden zwischen Januar und März etwa 2.000 verletzte Soldaten per Flugzeug oder Zug nach Nordkorea zurückgebracht.

Ukrainische Soldaten nehmen zwei nordkoreanische Kämpfer fest, die an der Seite russischer Truppen in der russischen Region Kursk kämpfen, 11. Januar 2025
Ukrainische Soldaten nehmen zwei nordkoreanische Kämpfer fest, die an der Seite russischer Truppen in der russischen Region Kursk kämpfen, 11. Januar 2025 AP Photo

Die getöteten Soldaten seien in Russland eingeäschert worden, bevor ihre Überreste in die Heimat überführt wurden, so der Geheimdienst.

Diese Einschätzung folgte darauf, dass Pjöngjang erstmals bestätigte, Truppen entsandt zu haben, um Russland bei der Rückeroberung von Teilen der Region Kursk zu helfen. Diese Gebiete hatte die Ukraine in einem überraschenden Vorstoß unter ihre Kontrolle gebracht.

Inzwischen zeigt Nordkoreas Wirtschaft laut einem Bericht des südkoreanischen Vereinigungsministeriums vom April Anzeichen einer Erholung. Pjöngjang vertieft demnach seine Handels- und Diplomatiebeziehungen zu Russland und China.

Starre sozialistische Planwirtschaft und hohe Militärausgaben haben Nordkoreas Wachstum über Jahre gebremst. Hinzu kommen umfassende internationale Sanktionen, die das Atomwaffenprogramm des Landes ausbremsen sollen.

Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geben sich in Wladiwostok die Hand, 25. April 2019
Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geben sich in Wladiwostok die Hand, 25. April 2019 AP Photo

China ist seit Langem der wichtigste wirtschaftliche Unterstützer des diplomatisch isolierten Landes. Seit dem Beginn des umfassenden russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 hat sich Pjöngjang jedoch auch Moskau weiter angenähert.

Diese Beziehungen sorgen nach Angaben des südkoreanischen Ministeriums nun für bessere wirtschaftliche Aussichten. Der Norden habe die Phase der Schrumpfung hinter sich gelassen und sei in eine Phase allmählicher Erholung eingetreten.

Analysten gehen zudem davon aus, dass der Norden von Russland wirtschaftliche Hilfe und militärische Technologie erhält. Im Gegenzug schicke Nordkorea Soldaten und Munition, um Russlands Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen.

Weitere Quellen • AP, AFP

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