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"Bekommen Sie keine Kinder, wenn Sie noch keine haben", warnt KI-Experte Mo Gawdat

Mo Gawdat issued the warning on the Diary of a CEO podcast
Mo Gawdat issued the warning on the Diary of a CEO podcast Copyright Mo Gawdat official website
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Von Sarah Palmer
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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KI-Experte Mo Gawdat erklärt, warum er angesichts des rasanten Aufstiegs der künstlichen Intelligenz dazu rät, keine Kinder zu haben.

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Mo Gawdat (55), Experte für künstliche Intelligenz (KI) und ehemaliger Chief Business Officer bei Google X, hat davor gewarnt, dass Menschen, die noch keine Kinder haben, wegen der rasanten Entwicklung der KI noch warten sollten, Babys zu bekommen.

"Die Risiken sind sogar so groß, dass man angesichts all der anderen Bedrohungen für die Menschheit besser kein Kinder bekommen sollte, wenn man noch nicht Eltern ist", sagte er Moderator Steven Bartlett im Podcast Diary of a CEO.

Mo Gawdat - der in Ägypten geboren ist und in den Niederlanden studiert hat - und seine Frau (von der er inzwischen getrennt ist) haben eine Tochter. Ihr Sohn war 2014 bei einer Blinddarm-OP verstorben.

In vor Kurzem in Deutschland und Österreich veröffentlichten Umfragen war - vor allem angesichts von Klimakrise und Krieg - die Priorität von Kindern im Leben der Befragten als weniger wichtig eingestuft worden. Viele junge Leute wollen gar keine Kinder in die Welt setzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine führende Persönlichkeit der Technologiebranche eine solche Warnung ausspricht. Anfang des Jahres hatten Elon Musk, Apple-Mitbegründer Steve Wozniak und zahlreiche Forschende einen offenen Brief unterzeichent, in dem sie die KI-Branche aufforderten, weitere Innovationen für sechs Monate zurückzustellen. Die Branche und die Nutzer:innen sollten Zeit bekommen, die neuesten Fortschritte zu verarbeiten.

Das Zentrum für KI-Sicherheit gab ebenfalls eine Erklärung ab, in der es heißt: "Die Minderung des Risikos des Aussterbens durch KI sollte neben anderen gesellschaftlichen Risiken wie Pandemien und Atomkriegen eine globale Priorität sein".

Sam Altman, CEO von OpenAI, dem Erfinder des äußerst beliebten Chatbots ChatGPT, warnte vor einem "existenziellen Risiko".

Größte Herausforderung, der die Menschheit je gegenüberstand

In seinen Aussagen ging Gawdat so weit, unsere zukünftige Realität mit populären dystopischen Filmen wie "Blade Runner" zu vergleichen.

"In der Geschichte der Menschheit hat es noch nie einen solchen perfekten Sturm gegeben", sagte Mo Gawdat.

"Wirtschaftliche Krisen, geopolitische Umwälzungen, globale Erwärmung, Klimawandel, die ganze Idee der künstlichen Intelligenz, das ist ein perfekter Sturm, die Tiefe der Unsicherheit war noch nie so intensiv. Wenn Sie Ihre Kinder wirklich lieben, würden Sie sie dann all dem aussetzen wollen?"

Das Interview wurde geführt, nachdem Steven Bartlett Mo Gawdat zum Chief AI Officer seiner Marketingagentur Flight Story ernannt hatte.

"Ich habe meine berufliche Laufbahn damit verbracht, an der Rolle der Technologie in der Gesellschaft zu arbeiten, und nun stehen wir vor der größten Herausforderung, der sich die Menschheit jemals gestellt hat", sagte Gawdat.

"Künstliche Intelligenz ist so weit ausgereift, dass sie sich verselbständigt hat"

"Künstliche Intelligenz ist der Höhepunkt des technologischen Fortschritts, und ich bin der Meinung, dass sie die Art und Weise, wie die Welt der Zukunft wird, in noch nie dagewesener Weise bestimmen wird".

"Die digitale Intelligenz ist so ausgereift, dass sie sich verselbständigt hat und man sie ansprechen muss, anstatt sie zu kontrollieren", erklärte Gawdat.

"Wir müssen unbedingt wissen, wie wir das anstellen können, sonst riskieren wir, den Anschluss zu verlieren".

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