Die Galgotias University erklärte, der Vorfall habe sie tief getroffen. Ihre Vertreter seien falsch informiert gewesen, wo der Hund hergestellt wurde.
Eine indische Universität soll auf einem Gipfel zur Künstlichen Intelligenz in Neu-Delhi aufgefordert worden sein, die Veranstaltung zu verlassen. Zuvor hatte eine Professorin dort einen in China produzierten Roboterhund gezeigt, ihn aber als eigene Erfindung dargestellt.
Die Galgotias University musste ihren Stand auf dem India AI Impact Summit abbauen, nachdem Nehan Singh, Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule, einem staatlichen Sender erklärt hatte, der Roboterhund am Stand stamme aus der Universität.
Internetnutzerinnen und -nutzer erkannten den Roboter als Modell Unitree Go2. Das chinesische Unternehmen Unitree Robotics verkauft ihn für rund 1.600 US-Dollar (1.336 Euro).
In einem Video der Nachrichtenagentur Press Trust of India erklärte Singh, man habe sich möglicherweise nicht klar genug ausgedrückt.
„Ich übernehme die Verantwortung dafür, dass ich es vielleicht nicht richtig erklärt habe. Das Ganze lief mit viel Energie und Begeisterung, deshalb war ich womöglich nicht so präzise wie sonst“, heißt es in der Übersetzung von Singhs Aussagen.
„Wir können nicht behaupten, dass wir ihn gebaut haben“, sagte sie weiter. Sie habe den Studierenden den Roboterhund gezeigt, um sie zu „inspirieren, selbst etwas Besseres zu entwickeln“.
„Tief getroffen“ von dem Vorfall
Zwei Regierungsvertreterinnen und -vertreter sagten der Nachrichtenagentur AP, der Vorfall sei für Indien peinlich.
Die Universität erklärte in einer Mitteilung an Press Trust of India, eine der „für den Pavillon zuständigen Personen“ sei schlecht informiert gewesen. Sie habe den technischen Ursprung des ausgestellten Produkts nicht gekannt.
„Es gab keine institutionelle Absicht, diese Innovation falsch darzustellen“, betonte der Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur.
In einer früheren Erklärung teilte die Universität mit, sie sei von dem Vorfall „tief getroffen“. Sie sprach von einer „Propagandakampagne“, die negative Stimmung schüre und die Moral der Studierenden beschädigen könne, die mit globalen Technologien Neues entwickeln, lernen und ihre Fähigkeiten ausbauen wollen.
Singh wollte nicht bestätigen, ob der Stand tatsächlich vom Gipfel entfernt wurde. Auch die Pressestelle der Universität äußerte sich dazu nicht.
Der Vorfall fällt in eine Phase, in der Indien sich mit dem Gipfel als globales Zentrum für KI-Innovation positionieren möchte. Zum Auftakt in dieser Woche gab es jedoch lange Schlangen und Verzögerungen am Veranstaltungsort.