Das Rechenzentrum stellt Mistral 44 Megawatt Leistung bereit. Das ist rund das Anderthalbfache des Energiebedarfs eines herkömmlichen Rechenzentrums.
Das französische KI-Unternehmen Mistral hat 830 Millionen Dollar (750 Millionen Euro) eingeworben. Das Geld soll in ein neues Rechenzentrum nahe Paris fließen.
Das Rechenzentrum entsteht in der Nähe von Bruyères-le-Châtel, einer Gemeinde südlich von Paris. Es soll auf mehr als 13.000 NVIDIA-Chips laufen. Diese Chips trainieren das KI-Modell von Mistral und erhöhen die Rechenleistung auf 44 Megawatt (MW).
Das ist nach Schätzungen (Quelle auf Englisch) der Internationalen Energieagentur (IEA) etwa das Anderthalbfache der Leistung eines herkömmlichen Rechenzentrums.
Für das Rechenzentrum nahm das Unternehmen bei sieben Banken einen Kredit auf. Das unterstreiche, so Mistral, „ihr Vertrauen in unsere Vision: Europa braucht eine ambitionierte KI-Cloud-Infrastruktur“.
Mistral will bis zum kommenden Jahr in Europa Rechenkapazitäten von 200 Megawatt aufbauen. Das entspricht zwei Hyperscale-Rechenzentren mit sehr hoher Leistung.
Im vergangenen Monat kündigte das Unternehmen Investitionen von 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) in Schweden an, um dort die KI-Infrastruktur auszubauen. Geplant ist unter anderem ein Rechenzentrum mit „fortschrittlicher Rechenkapazität“, das die Anforderungen der nächsten KI-Generation erfüllen soll.
Außerdem plant Mistral zusammen mit NVIDIA und MGX, einem Investmentfonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Frankreich bis 2030 den „größten KI-Campus Europas“ zu bauen. Die Anlage soll bis zu 1,4 Gigawatt (GW) Leistung erreichen, berichteten französische Medien.