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Azoreninsel Corvo: Covid 19 gibt's hier nicht

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Angler auf Corvo
Angler auf Corvo   -   Copyright  PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP or licensors
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Die zu den portugiesischen Azoren gehörende Atlantikinsel Corvo gilt als frei von Covid-19. Hier in der Einsamkeit - fast 1900 Kilometer von der Hauptstadt Lissabon entfernt - läuft der Alltag ab wie immer. Einen Ansteckungsfall hat es gegeben - und der kam vom Festland.

Fernando Câmara, Fremdenführer auf der Insel, erzählt: „Das Leben auf Corvo ist ruhig. Wir leben gut hier. Es gibt keine Hektik, Stress kommt hier nicht vor.“ Rund 430 Menschen leben auf der Insel mitten im Atlantik. Urlaubsgäste kommen im Augenblick nicht, also sind es die hiesigen Schulkinder, denen der Fremdenführer schöne Ecken ihrer Heimatinsel zeigt.

Wir haben unser Leben ganz normal fortgesetzt
Carla Santos
Lehrerin auf Corvo

„Corvo ist das Paradies, ein weltweit einzigartiger Ort. Wir hatten nur einen Ansteckungsfall auf der Insel, der vom Festland eingeschleppt wurde. Wir haben unser Leben ganz normal fortgesetzt und die Anordnungen des Gesundheitsministeriums befolgt“, so die Lehrerin Carla Santos.

Massenaufläufe gibt es auf Corvo ohnehin nicht, das öffentliche Leben beschränkt sich auf wenige Orte. José Manuel Silva ist der Insel-Bürgermeister. „Wir haben hier nur eine Bäckerei und eine Apotheke, also laufen sich die Menschen unweigerlich jeden Tag an denselben Orten über den Weg“, sagt er.

Bis Ende März sollen fast alle Menschen auf Corvo gegen Covid-19 geimpft sein. Die Behörden beschlossen, den Wirkstoff allen über 16 Jahren fast gleichzeitig zu verabreichen. Der Arzt António Salgado meint: „Dass es auf der Insel keine Pandemie gab, haben die Menschen auf Corvo als Ausgleich für abgelegene Lage, das harte Leben und andere Schwierigkeiten erachtet."

Also lassen es sich die Menschen auf Corvo gutgehen: Das Restaurant ist reichlich besucht, Covid-19 ist auf der Azoren-Insel fast vergessen.