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Europäischer Freizeittourismus nach Saudi-Arabien soll bis 2030 um 130 % wachsen

AlUla hat sich in Saudi-Arabien zu einem beliebten Ziel für Urlaubsreisende entwickelt.
AlUla entwickelt sich in Saudi-Arabien zu einem beliebten Reiseziel für Freizeittourismus. Copyright  Xiaoqian Shen/Unsplash
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Von Mike Starling
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Neue Studien zeigen: Europa ist für saudische Freizeitreisende zwischen 2019 und 2025 die am schnellsten wachsende Fernreisedestination.

Die Zahl der europäischen Freizeitreisenden nach Saudi-Arabien dürfte zwischen 2025 und 2030 um mindestens 130 Prozent steigen.

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Laut einer neuen Studie von Tourism Economics, die in dieser Woche bei WTM Spotlight Riyadh (Quelle auf Englisch) vorgestellt wurde, gehört Europa zu den Fernmärkten, die die nächste Wachstumsphase des saudischen Tourismus antreiben sollen. Auch die Zahl der Freizeitreisenden aus dem asiatisch-pazifischen Raum und aus Nordamerika dürfte sich mehr als verdoppeln.

Damit werden Fernmärkte voraussichtlich 54 Prozent der internationalen Freizeitreisen nach Saudi-Arabien im Jahr 2030 ausmachen, nach 47 Prozent im Jahr 2025.

Deutschland und Italien zählen zu den stärksten europäischen Herkunftsmärkten. Für beide Länder sagt die Studie bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als eine Verdreifachung der Freizeitreisen nach Saudi-Arabien voraus.

Europa wichtigster Fernmarkt für saudischen Tourismus

Europa war zwischen 2019 und 2025 die am schnellsten wachsende Fernregion für saudische Freizeitreisende. In diesem Zeitraum nahmen die Besuche um 61 Prozent zu.

Der Kontinent ist zudem die wichtigste Fernregion für Auslandsreisen saudischer Urlauber und steht 2025 für rund zehn Prozent aller Freizeitreisen. Der Nahe Osten bleibt jedoch mit einem Anteil von 82 Prozent klar dominant.

Künftiges Wachstum könnte sich stärker nach Asien verlagern. Tourism Economics rechnet nur mit „moderaten Zuwächsen“ bei den Übernachtungen saudischer Freizeitreisender im Vereinigten Königreich, in Frankreich und Spanien. Thailand soll dagegen um 46 Prozent zulegen; für Indonesien, Australien und Singapur werden Zuwächse von mindestens 50 Prozent erwartet.

Saudi-Arabien: rasanter Tourismusboom

Innerhalb von kaum fünf Jahren hat sich Saudi-Arabien „von einem Randgebiet der globalen Tourismuskarte in Richtung Zentrum bewegt“, heißt es in dem Bericht von Tourism Economics.

Die Zahl der Übernachtungen hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt und liegt nun bei 1,1 Milliarden. Projekte wie das Rote-Meer-Projekt und kommende Großereignisse wie die Fußball-WM 2034 sollen die Aufmerksamkeit der Welt für ein ganzes Jahrzehnt auf das Königreich lenken.

Internationale Übernachtungen stiegen zwischen 2019 und 2025 um 177 Prozent, während der globale Durchschnitt nur um 12 Prozent wuchs. Saudi-Arabien verzeichnete damit den größten Zugewinn an weltweitem Marktanteil aller Destinationen.

Besonders schnell wächst der Freizeittourismus. Das Land zählte 2025 rund 7,6 Millionen internationale Übernachtungsgäste im Freizeitsektor – mehr als das Sechsfache des Wertes von 2019. Die damit verbundenen Ausgaben verfünffachten sich auf 12,6 Milliarden US-Dollar (10,86 Milliarden Euro).

Beliebte Reiseziele

Makkah und Madinah bleiben mit großem Abstand die beiden wichtigsten Reiseziele des Landes. Gleichzeitig verzeichnen Riad und Dschidda stark steigende Besucherzahlen, da Saudi-Arabien sein Angebot über den traditionellen religiösen Tourismus hinaus ausbaut.

AlUla, bekannt für seine Wüstenlandschaften und antiken Kulturerbestätten, entwickelt sich ebenfalls zu einem wichtigen Freizeitziel. 2025 verzeichnete die Region rund neun Millionen Übernachtungen. Bis 2030 sollen die Gesamtübernachtungen um durchschnittlich elf Prozent pro Jahr zulegen.

Im Rahmen seiner Strategie zur Stärkung des internationalen Tourismus hat Saudi-Arabien sein Netz zur Visaerleichterung über Abkommen mit Ländern in Europa, Asien und Zentralasien erweitert, darunter Portugal, Türkiye, Spanien, Polen, China, Usbekistan und Kasachstan.

Bürger aller 27 EU-Mitgliedstaaten können online ein saudisches Touristen-eVisum beantragen. Das Dokument ist ein Jahr gültig, erlaubt mehrfache Einreisen und Aufenthalte von bis zu 90 Tagen. Es gilt für Freizeitreisen, Veranstaltungen, Familienbesuche und die Umrah, nicht jedoch für den Hadsch. Reisende benötigen einen Reisepass, der ab dem Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.

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