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Europa verschiebt Einführung der ETIAS-Reisegenehmigung auf unbestimmte Zeit

ETIAS-Verzögerung: Reisende bleiben vorerst von zusätzlichem Chaos verschont
ETIAS-Start verschoben: Vorerst kein zusätzliches Reisechaos Copyright  Briana Tozour/Unsplash
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Von Saskia O'Donoghue
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Europas längst überfällige ETIAS-Reisegenehmigung verzögert sich erneut. Reisende wissen weiter nicht, ab wann sie beantragen und bezahlen müssen.

Die längst überfällige europäische Reisegenehmigung für visumfreie Besucher stößt auf ein weiteres Hindernis: Die Europäische Union verschiebt den Start des European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) auf unbestimmte Zeit.

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Das System soll später Reisende aus Ländern wie dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada und Australien verpflichten, vorab eine Reisegenehmigung zu beantragen. Bisher war der Start für 2027 geplant. Inzwischen ist selbst dieser Termin unsicher, denn technische Probleme mit Europas neuem Grenzsystem bereiten weiter große Schwierigkeiten.

Für Reisende ist die Lage vorerst klar: keinen Antrag stellen und niemandem Geld zahlen, der ETIAS-Anträge anbietet.

Im vergangenen Monat hat die britische Zeitung The Financial Times berichtet, dass das Programm wohl verschoben wird. Auf ihrer Webseite machte die EU dies inzwischen offiziell und erklärte: „ETIAS ist derzeit nicht in Betrieb, und es werden aktuell keine Anträge auf Reisegenehmigungen entgegengenommen.“

„Die Europäische Union wird mehrere Monate vor dem Start von ETIAS über das genaue Datum informieren“, hieß es weiter.

Der Schritt folgt auf das Chaos rund um Europas neues elektronisches Ein- und Ausreisesystem (EES). Es führte in der hektischen Sommerreisezeit zu langen Warteschlangen an Flughäfen und verpassten Flügen. Ursprünglich sollte das System bereits 2022 starten, doch der Termin wurde immer wieder verschoben.

Wenn ETIAS irgendwann startet, soll die Genehmigung 20 Euro kosten und Zugang zu 30 europäischen Staaten im Schengenraum ermöglichen, außerdem zu Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz. Kinder unter 18 Jahren, Erwachsene über 70 Jahren und bestimmte Familienangehörige von EU-Bürgerinnen und -Bürgern sollen die Gebühr nicht zahlen müssen.

Die Reisegenehmigung gilt drei Jahre oder bis zum Ablauf des Passes. In dieser Zeit dürfen Inhaberinnen und Inhaber sich bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen im Schengenraum aufhalten.

Grundlage ist das US-Programm ESTA, das seit 2008 läuft. Antragstellende müssen ein Online-Formular ausfüllen und persönliche Daten angeben. Sie beantworten außerdem Sicherheitsfragen und durchlaufen eine Vorabprüfung. Die meisten Anträge sollen binnen Minuten bewilligt werden.

Nach Medienberichten wollen ETIAS-Verantwortliche im kommenden Monat einen neuen Zeitplan vorlegen. Es kursieren Gerüchte, dass das System noch in diesem Jahr in Kraft treten könnte. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Start im Jahr 2027.

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