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Reisepass in Alufolie vor Hackern schützen? Neuer Trend geht viral

Reisepässe in Alufolie?
Reisepässe in Alufolie? Copyright  Eduard Wolter (Euronews)
Copyright Eduard Wolter (Euronews)
Von Patrick Drews
Zuerst veröffentlicht am
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Ein ungewöhnlicher Reisetrend sorgt im Internet für Aufsehen. Urlauber wickeln ihre Reisepässe immer häufiger in Alufolie ein und sorgen für Stau bei der Passkontrolle.

Ein ungewöhnlicher Reisetrend sorgt auf Plattformen wie TikTok und Reddit sowie in Reiseforen für Aufsehen: Urlauber wickeln ihre Reisepässe in Alufolie, um sich vor digitalem Datendiebstahl zu schützen.

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Hinter diesem Ratschlag steckt die Befürchtung, Kriminelle könnten sensible Informationen kontaktlos im Vorbeigehen abfangen. Moderne deutsche Reisedokumente besitzen nämlich auf ihrer integrierten Datenkarte einen sogenannten RFID-Chip.

Auf deutschen Reisepässen ermöglich der Funkchip laut Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik an Grenzen eine schnelle, fälschungssichere Identitätsprüfung. Er speichert neben dem digitalen Passbild auch persönliche Angaben wie Name, Geburtsort, Geschlecht, Augenfarbe, Größe und Wohnort sowie zwei bei der Beantragung erfasste Fingerabdrücke.

Doch ist ein unbefugtes Auslesen der Daten denkbar? Schießlich hat der Funkchip nur eine sehr geringe Reichweite.

Experten sind sich sicher: Ein unbefugtes Auslesen ist im normalen Reisealltag extrem unwahrscheinlich. Ein Lesegerät müsste sich wie beim kontaktlosen Bezahlen in unmittelbarer Nähe des Dokuments befinden - quasi "aufliegen".

Obwohl die Alufolie als improvisierte Barriere gegen Funkwellen dienen soll, stufen Fachleute diesen Schutzmechanismus daher als weitgehend überflüssig und nutzlos ein. Zusätzlich sorgt das Aus- und Einpacken der Pässe bei Grenzkontrollen für unnötiges Warten.

Es bringt also nichts außer das vermeindliche Gefühl von Sicherheit und verwirrte Blicke von Mitreisenden.

Strenger Datenschutz beim Reisepass

Grundsätzlich sind die Daten auf dem Reisepass geschützt. Eine zentrale Speicherung der Chip-Daten existiert in Deutschland nicht. Die Passregister der Behörden erfassen nur die gleichen Daten wie vor der Einführung der elektronischen Pässe. Auch die Fingerabdrücke verbleiben ausschließlich auf dem Dokument selbst. Sobald der Inhaber seinen Pass abholt, werden sämtliche für die Produktion genutzten Fingerabdruckdaten bei den Behörden unwiderruflich gelöscht – so wie es in § 16 des Passgesetzes gesetzlich vorgeschrieben ist.

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