War es doch kein tragischer Unfall in den Bergen? Der Sohn des Gründers des Modekonzerns Mango ist festgenommen worden. Es besteht Mordverdacht.
Die Polizei in Katalonien hat am Dienstag Jonathan Andic, den Sohn des Mango-Gründers Isak Andic verhaftet. Der älteste Sohn Jonathan war als einziger dabei, als sein 71-jähriger Vater bei einem Ausflug in den Bergen von Montserrat in der Nähe von Barcelona Dezember 2024 einen Abhang hinunterstürzte.
Sein Sohn gab an, dass sein Vater aus einer Höhe von 150 Metern gestürzt sei, nachdem er auf einem Wanderweg ausgerutscht war. Als er sich umgedreht habe, sei der hinter ihm wandernde Vater nicht mehr da gewesen.
Die Ermittlungen deuteten zunächst auf einen tragischen Bergunfall hin. Ungereimtheiten in Jonathans Aussagen und andere Beweise führten jedoch dazu, dass die Ermittler Zweifel an seiner Darstellung hegten. Der Sohn des türkischstämmigen Geschäftsmannes war bisher stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates des Modeunternehmens.
Mehrere spanische Medien haben behauptet, dass Vater und Sohn ein angespanntes Verhältnis hatten und kurz vor dem Vorfall in einen Streit verwickelt waren. Es wurde erwartet, dass Andic Jr. vor dem Richter in Martorell erscheint, der seit anderthalb Jahren in dem Fall ermittelt. Der Sohn sollte eine weitere Aussage machen.
Wer war Isak Andic?
Isak Andic wurde 1953 in Istanbul als Sohn einer sephardischen jüdischen Familie geboren und kam im Alter von 14 Jahren nach Spanien, genauer gesagt nach Katalonien. Drei Jahre später verkaufte er bereits Kleidung und Schuhe auf Straßenmärkten und erweiterte später seine berufliche Tätigkeit durch die Eröffnung von Modegeschäften, womit er den Grundstein für ein sehr bedeutendes Geschäftsimperium in der spanischen Industrie und in einem Sektor legte, der mit anderen internationalen Unternehmen wie Zara konkurriert.
Zum Zeitpunkt seines Todes gehörte Isak Andic zu den reichsten Personen in Spanien - mit laut Forbes einem Vermögen von 4,5 Milliarden US-Dollar.