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Trotz neuer Angriffe: Trump sieht weiter Chancen für Einigung mit Iran

Menschen gehen an einem Wandbild vorbei, das einen von Raketen angegriffenen US-Flugzeugträger im Zentrum von Teheran, Iran, am 17. Mai 2026 zeigt. Foto: AP/Vahid Salemi
Passanten gehen an einem Wandbild vorbei, das einen US-Flugzeugträger unter Raketenangriff im Zentrum Teherans zeigt, Iran, Sonntag, 17. Mai 2026. (AP Foto/Vahid Salemi) Copyright  AP Photo
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Von Jeremiah Fisayo-Bambi mit AP
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Iran feuerte Raketen auf Kuwait und Bahrain ab, verfehlte jedoch alle Ziele. Zwei Geschosse zerfielen noch vor Erreichen Kuwaits, weitere Raketen in Richtung Bahrain wurden von US-amerikanischen und bahrainischen Streitkräften abgefangen.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Dienstag eine iranische Militäreinrichtung angegriffen. Der Einsatz erfolgte als Reaktion auf iranische Raketenangriffe gegen Kuwait und Bahrain, bei denen die Geschosse ihre Ziele verfehlten. Wie das US-Zentralkommando mitteilte, zerfielen zwei auf Kuwait abgefeuerte Raketen noch während des Flugs.

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Weitere Geschosse in Richtung Bahrain seien von US-amerikanischen und bahrainischen Streitkräften abgefangen worden. Daraufhin griffen die USA nach eigenen Angaben eine iranische Boden-Kontrollstation auf der Insel Qeschm an. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten hingegen, Ziel ihres Angriffs sei das Hauptquartier der Fünften US-Flotte in Bahrain sowie ein weiteres Land gewesen, das sie nicht namentlich nannten. Kuwait wurde dabei nicht ausdrücklich erwähnt. Teheran bezeichnete die Aktion als Vergeltung für einen angeblichen US-Angriff auf einen Öltanker, der trotz einer Blockade iranische Gewässer anlaufen wollte.

Die Angriffe erfolgten laut iranischen Medienberichten, nachdem Teheran die Gespräche mit Vermittlern über eine Verlängerung der Waffenruhe im Konflikt mit den USA und Israel abgebrochen haben soll.

US-Präsident Donald Trump wies diese Darstellung zurück und erklärte, die Verhandlungen würden fortgesetzt. Die Berichte aus iranischen, regierungsnahen Medien erschienen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in der Region. Gleichzeitig verschärfte sich auch der separate, aber eng mit dem Konflikt verbundene Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon.

Trump: Gespräche laufen ununterbrochen weiter

US-Präsident Donald Trump bezeichnete Berichte über einen Abbruch der Gespräche als "falsch und irreführend". "Die Gespräche zwischen uns laufen ohne Unterbrechung weiter – vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, gestern und heute", schrieb Trump in den sozialen Medien. "Wohin sie führen, weiß niemand. Aber ich habe dem Iran gesagt: Es ist Zeit, auf die eine oder andere Weise eine Einigung zu erzielen."

Auch US-Außenminister Marco Rubio ging bei einer Anhörung im Kongress nicht direkt auf die Berichte über einen Kontaktabbruch ein. Mit Blick auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm äußerte er sich vorsichtig optimistisch, betonte jedoch, dass ein akzeptables Abkommen keineswegs garantiert sei.

Teheran versucht seit einiger Zeit, den Druck auf Washington zu erhöhen – sowohl bei den Gesprächen über eine Waffenruhe als auch im Streit um die Kontrolle der Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl, Gas und andere Rohstoffe weltweit. Im Gegenzug könnte Trump versuchen, Einfluss auf den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu nehmen, um das Vorrücken israelischer Truppen im Libanon zu bremsen oder zu stoppen.

Die israelische Armee ist dort so weit vorgedrungen wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr. Zugleich verschränken sich die verschiedenen Konflikte der Region zunehmend miteinander. Iran macht deutlich, dass eine mögliche Waffenruhe mit den USA und Israel aus seiner Sicht auch ein Ende der Kämpfe im Libanon einschließen müsse. Israel und die USA betonen zwar weiterhin, dass der Krieg im Libanon von den Gesprächen über den Konflikt mit Iran getrennt sei.

Berichte über ein Telefonat zwischen Netanjahu und Trump am Sonntag, bei dem der US-Präsident seinen israelischen Amtskollegen scharf kritisiert haben soll, deuten jedoch auf wachsende Spannungen hinter den Kulissen hin. Nach Angaben iranischer Medien soll Teheran die Kontakte zu den Vermittlern der Waffenruhe-Gespräche ausgesetzt haben, nachdem sich die Kämpfe im Libanon verschärften und Israel eine Ausweitung seiner Militäroperationen bis nach Beirut in Betracht gezogen haben soll.

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