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Waldbrände bei Fontainebleau: Macron kündigt harte Strafen für Brandstifter an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lässt sich nach den Waldbränden bei Fontainebleau von einem SDIS-Mitglied informieren, am Donnerstag, 16. Juli 2026.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lässt sich von einem SDIS-Mitglied die Lage nach den Waldbränden bei Fontainebleau erklären, Frankreich, Donnerstag, 16. Juli 2026 Copyright  Mohammed Badra/Pool Photo via AP
Copyright Mohammed Badra/Pool Photo via AP
Von Célia Gueuti
Zuerst veröffentlicht am
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Frankreichs Präsident hat sich vor Ort ein Bild vom Waldbrand in Fontainebleau verschafft. Macron dankte den Feuerwehrleuten, Soldaten und Helfern, die gegen das historische Feuer im Einsatz waren.

„Ich möchte, dass die Botschaft hier und überall in Frankreich klar ist. Es wird keine Toleranz geben“, sagt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. „Denn hier geht es um Menschenleben, hier wird unser Territorium angegriffen, jedes Mal, wenn ein Feuer ausbricht.“

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Emmanuel Macron hat sich in Noisy-sur-École im Süden von Paris ein Bild vom Waldbrand bei Fontainebleau gemacht. Denn dort ist das Einsatz- und Lagezentrum für die Bekämpfung der Brände, die zehn Prozent des Waldgebiets von Fontainebleau verwüstet haben.

Der Staatschef kündigte harte Strafen an, „überall dort, wo Fahrlässigkeit oder kriminelles Verhalten im Spiel ist“.

Fünf Personen waren wegen des Waldbrands in Fontainebleau in Polizeigewahrsam. Zwei von ihnen, beide 19 Jahre alt, hatten gestanden, jeweils verschiedene Feuer gelegt zu haben, und wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der eine soll durch eine weggeworfene Zigarette versehentlich einen Brand ausgelöst haben. Der andere, ein junger freiwilliger Feuerwehrmann, gestand, mit Benzin und einem Feuerzeug ein Reisigfeuer entfacht zu haben.

Zentrale Anlaufstelle für Spenden

Frankreichs Präsident erklärte außerdem, die Regierung habe mehrere Programme gestartet, „damit das Leben überall wieder zurückkehrt“.

„Wir werden alles tun, um die großen Verkehrsachsen wieder zu öffnen und die Geschäfte wieder in Gang zu bringen“, erklärte er. Eine große Aktion, um diesen Wald wieder aufzuforsten und neu aufzubauen, solle starten. „Die Stadt Fontainebleau, das ONF [die Wald- und Forstbehörde, Office National des Forêts] und die Stiftung des Kulturerbes werden in den nächsten Stunden eine zentrale Anlaufstelle einrichten, um die Solidarität aus dem ganzen Land zu bündeln.“

Bei Fontainebleau sind rund 2 000 Hektar Wald verbrannt. Zum ersten Mal in der Geschichte wurden mit Groraum Paris Löschflugzeuge gegen einen Waldbrand eingesetzt.

Streit um die Löschflugzeuge

Emmanuel Macron ging auch auf die Kritik ein, die Regierung habe die Mittel für den Zivilschutz gekürzt. Die linke Partei La France insoumise wirft dem Élysée vor, im Jahr 2024 die Bestellung von zwei Canadair-Löschflugzeugen gestrichen zu haben.

In Deutschland gibt es übrigens so gut wie gar keine Löschflugzeuge, bei der Brandbekämpfung aus der Luft werden vor allem Hubschrauber eingesetzt.

„Wir haben nicht auf diese Krise gewartet. Seit neun Jahren stocken wir den Zivilschutz wieder auf", verteidigte sich Macron.

„Im Jahr 2017 wurden keine Canadair mehr gebaut. Damals stritt niemand darüber, ob es zwei, vier oder sechs Maschinen sein sollten. Es wurden null produziert“, erklärte er. „Wir haben die Canadair-Produktion in Frankreich wieder angekurbelt, andere Europäer mobilisiert, Bestellungen aufgegeben und sechs europäische Staaten zusammengebracht.“

Tatsächlich haben sechs Staaten der Europäischen Union – Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien und Portugal – beim kanadischen Hersteller De Havilland 22 Löschflugzeuge bestellt. Zwei davon sind für Frankreich bestimmt. Sie sollen 2028 ausgeliefert werden.

Ein Canadair nimmt Wasser aus der Seine auf, um die Waldbrände in der Region Fontainebleau in Frankreich zu bekämpfen, am Montag, dem 13. Juli 2026.
Ein Canadair nimmt Wasser aus der Seine auf, um die Waldbrände in der Region Fontainebleau in Frankreich zu bekämpfen, am Montag, dem 13. Juli 2026. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Frankreich verfügt derzeit über zwei Modelle von Flugzeugen zur Brandbekämpfung : zwölf Canadair-Maschinen, die sich auf Gewässern mit Wasser versorgen, und acht Dash-Flugzeuge, die am Boden betankt werden.

In Krisensituationen mietet der Staat zusätzlich Löschflugzeuge und -Hubschrauber an. Insgesamt stehen damit laut Innenminister Laurent Nuñez „rund 40“ Einsatzmittel zur Verfügung.

Im Wald von Fontainebleau kamen drei Canadair, ein Dash und zwei Lösch-Hubschrauber zum Einsatz.

Einsatzkräfte bleiben mobilisiert

Parallel dazu waren auf dem Höhepunkt der Krise fast 1 000 Feuerwehrleute im Einsatz. Außerdem unterstützten mehr als 140 Soldaten die Löscharbeiten.

Emmanuel Macron bedankte sich bei den kommunalen Mandatsträgern, die die Evakuierungen organisiert hatten, sowie bei den Landwirten, die die Feuerwehr unterstützten.

„Im Grunde hat hier die Équipe de France standgehalten“, sagte Emmanuel Macron. „Ich will das hier mit Nachdruck sagen: Durch Ihren Einsatz hier in Seine-et-Marne, in der Region Île-de-France, [...] haben wir kein Opfer zu beklagen. Und das ist wirklich eine außergewöhnliche Leistung – und das ist Ihr Verdienst.“

Der Präsident warnte, dass der Einsatz noch nicht vorbei ist. „Wir haben jetzt schon alle Rekorde gebrochen, und wir sind erst Mitte Juli. Die Feuersaison liegt noch vor uns.“

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