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Iranische Revolutionsgarden melden: Drei Öltanker bei Hormus in Brand geraten

Straße von Hormus
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Von Euronews
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Die Revolutionsgarden Irans meldete am Freitag, drei Öltanker hätten in der Straße von Hormus gebrannt, während katarische Vermittler zu neuen Friedensgesprächen nach Teheran zurückkehrten.

Die Islamischen Revolutionsgarden Irans teilten am Freitag, den 30. Oktober mit, dass drei Öltanker in der östlichen und westlichen Zone der Straße von Hormus in Zwischenfälle geraten seien. Die Schiffe hätten versucht, Routen zu nutzen, die Teheran als nicht genehmigt einstuft. Sie wurden anschließend in den südlichen Gewässern der Wasserstraße gestoppt.

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Nach Angaben iranischer Staatsmedien erklärten die Garden, die Tanker hätten ihre Navigations- und Ortungssysteme abgeschaltet und versucht, die Straße über von Teheran abgelehnte Routen zu verlassen, mit Unterstützung des US-Militärs.

Die Garden erklärten, die Schiffe seien trotz wiederholter Funkwarnungen weitergefahren, bevor sie in von ihnen als unsicher beschriebenen Zonen in Schwierigkeiten geraten seien.

Weitere Angaben zu Identität und Flagge der Tanker, zur genauen Ursache der Zwischenfälle oder zum Zustand der Besatzungen machten sie nicht.

Am Freitag sind katarische Vermittler nach Teheran zurückgekehrt, um ihre Bemühungen um eine Vereinbarung zwischen Iran und den USA fortzusetzen.

Unklarheit über Zahl beschädigter Tanker

In einem separaten Vorfall, dessen möglicher Zusammenhang mit den Angaben der Garden unklar bleibt, meldete die britische Behörde United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO), ein kleines Boot habe sich am Donnerstagabend einem Öltanker genähert und zwei Sprengsätze oberhalb der Wasserlinie am Rumpf befestigt.

Die Sprengsätze explodierten, lösten ein Feuer im Maschinenraum aus und setzten das Schiff vorübergehend außer Betrieb.

Die Financial Times identifizierte den Tanker als "Louise 1".

Der Vorfall ereignete sich rund 25 Seemeilen (46 Kilometer) nordöstlich von Khasab im Oman.

Nach Angaben der UKMTO wurde das Feuer gelöscht, alle Besatzungsmitglieder blieben unverletzt und es wurde keine Umweltverschmutzung gemeldet. Der Tanker setzte anschließend seine Fahrt zu seinem nächsten Hafen fort.

Der Angriff scheint der erste gemeldete erfolgreiche Einsatz von Haftminen gegen ein Schiff in der Straße von Hormus zu sein, seit Beginn des USA-Iran-Kriegs im Februar 2026.

Wer verantwortlich ist und ob der Angriff mit den jüngsten Angaben der Garden zu den zwei Tankern zusammenhängt, blieb zunächst unklar.

Unabhängig davon meldete das Maritime Security Center Omans am Freitag, die Royal Navy of Oman habe 25 Besatzungsmitglieder von einem unter panamaischer Flagge fahrenden Handelsschiff evakuiert, das angegriffen worden sei und etwa 1,6 Seemeilen vor der Küste von Musandam in Brand geraten sei.

Das Zentrum erklärte, die Besatzungsmitglieder hätten die notwendige medizinische Versorgung erhalten, nannte jedoch weder das Schiff noch die Verantwortlichen für den Angriff.

Ob der Vorfall mit anderen gemeldeten Angriffen auf Tanker in der Straße verbunden ist, blieb weiter unklar.

Den jüngsten Erklärungen der Garden gingen Behauptungen vom Donnerstag, dem 29. Oktober, voraus, wonach drei Tanker auf Seeminen entlang der südlichen Route der Straße gestoßen seien, was Explosionen und Brände ausgelöst habe.

Straße von Hormus, Iran, 24. Oktober 2026
Straße von Hormus, Iran, 24. Oktober 2026 Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP

Auch Irans reguläres Militär meldete am Donnerstag, ein weiterer Tanker sei im östlichen Bereich der Straße von Hormus in Brand geraten.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) erklärten iranische Beamte, alle vier Schiffe seien in verbotenen und unsicheren Gebieten unterwegs gewesen.

Unklar blieb jedoch, ob die zwei in der Mitteilung der Garden vom Freitag genannten Tanker zusätzliche Schiffe sind oder zu jenen gehören, die in den am Donnerstag gemeldeten Vorfällen betroffen waren.

US-Zentralkommando stellt iranische Angaben infrage

Admiral Brad Cooper, der Befehlshaber des US-Zentralkommandos, bekräftigte, die Hauptschifffahrtsrouten in der Straße von Hormus seien von iranischen Seeminen geräumt worden.

Er behauptete zudem, Irans Marine sei zerstört worden und Kräfte der Revolutionsgarden operierten nicht mehr in der Wasserstraße.

Cooper erklärte, US-Truppen blieben in der Region, um wichtige Schifffahrtswege offen und sicher zu halten.

CENTCOM wies zudem eine Behauptung der Revolutionsgarden vom Donnerstag zurück, sie hätten eine amerikanische MQM-170-Outlaw-Drohne im westlichen Teil der Straße von Hormus unter ihre Kontrolle gebracht. CENTCOM (United States Central Command) ist das zentrale US-Militärkommando, das amerikanische Militäroperationen im Nahen Osten und angrenzenden Regionen koordiniert und leitet.

Iranische Quellen meldeten unterdessen am Freitag, ein amerikanisches unbemanntes Überwasserschiff sei im östlichen Abschnitt der Straße von Hormus zerstört worden. Das US-Militär hatte diesen Bericht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung weder bestätigt noch dementiert.

Straße von Hormus, Iran, 6. Oktober 2026
Straße von Hormus, Iran, 6. Oktober 2026 Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP

Die steigende Zahl maritimer Zwischenfälle ereignet sich vor dem Hintergrund eines anhaltenden Streits zwischen Washington und Teheran über die Routen, die die Handelsschifffahrt durch die strategische Wasserstraße nutzt.

Iran fordert, dass Schiffe ihre Fahrten mit iranischen Behörden abstimmen und Routen näher an den nördlichen Ufern der Straße wählen. Schiffe, die eine Kontrolle durch Iran vermeiden wollen, nutzen dagegen die südliche Route.

Katarische Vermittler zurück in Teheran: USA drohen mit neuen Angriffen

Die diplomatischen Bemühungen, eine erneute größere Eskalation im USA-Iran-Krieg zu verhindern, laufen weiter, während die militärischen Spannungen in der Straße von Hormus zunehmen.

CBS News berichtete unter Berufung auf eine mit den Gesprächen vertraute Quelle von Anzeichen für Fortschritte und meldete, Iran solle bis zum Ende der Woche auf einen überarbeiteten Vorschlag der katarischen Vermittler reagieren.

Die diplomatische Initiative zielt darauf ab, eine Wiederaufnahme groß angelegter US-Angriffe gegen Iran zu verhindern, eine Möglichkeit, die Präsident Donald Trump in den vergangenen Wochen wiederholt angesprochen hat.

Nach Informationen des US-Nachrichtenportals Axios versuchen die von Katar geführten Vermittler, beim Thema Kontrollen von Irans Atomanlagen und bei der Lockerung von Sanktionen gemeinsame Positionen zu finden.

Uneinigkeit besteht weiterhin über die Bedingungen für die formale Aufnahme von Verhandlungen.

Axios berichtete zudem, die USA und Israel erwägten Optionen für umfangreiche Militärschläge gegen Iran nach den US-Zwischenwahlen am dritten November.

Die Nachrichtenagentur Associated Press meldete am Donnerstag unter Berufung auf zwei Diplomaten, Washington habe mehrere regionale Verbündete vor der Möglichkeit erneuter US-Angriffe auf Iran und möglicher iranischer Gegenreaktionen gewarnt, auch wenn Trump noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe.

Trump sagte am Freitag in einem Interview mit einem Radiosender in Kansas City, der Krieg mit Iran werde "bald" enden, ließ jedoch offen, ob dies durch eine diplomatische Einigung oder militärische Maßnahmen erreicht werden soll.

Der US-Präsident bekräftigte, Washington verlange Garantien, dass Iran niemals eine Atomwaffe erwirbt.

Seine Äußerungen erfolgten, während es weiterhin keine klaren Hinweise auf eine Einigung zwischen Teheran und Washington über Bedingungen für ein Kriegsende gibt und die Möglichkeit erneuter groß angelegter Militärschläge bestehen bleibt.

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