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Costa Concordia-Prozess: Video soll Kapitän Schettinos vorsätzliche Bordflucht beweisen

Costa Concordia-Prozess: Video soll Kapitän Schettinos vorsätzliche Bordflucht beweisen
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Von Euronews
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Im Costa Concordia-Prozess ist ein Video aufgetaucht, das die vorsätzliche Flucht des Kapitäns von Bord beweisen soll. Francesco Schettino bestreitet die Vorwürfe am zweiten Tag seiner Aussage weiterh

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Im Prozess um die vor fast drei Jahren gekenterte Costa Concordia hat die Staatsanwaltschaft ein Video vorgelegt, das den ehemaligen Kapitän des Kreuzfahrtschiffes belasten soll. Die von der Feuerwehr aufgenommen Bilder sollen zeigen, wie Francesco Schettino versuche, auf ein Rettungsboot zu gelangen.

Der 54-Jährige hatte beteuert, unfreiwillig vom Schiff gefallen zu sein. Er steht als einziger Angeklagter in dem Prozess vor dem Gericht im toskanischen Grosseto. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, zu nahe an die Küste der Insel Giglio herangefahren zu sein. Dadurch sei es möglich gewesen, mehr als 4000 Menschen sicher zu an Land zu bringen, so Schettinos Anwalt Domenico Pepe. Warum traurigerweise trotzdem 32 Menschen ihre Leben verloren hätten, müssten weitere Untersuchungen zeigen.

Der Kapitän selbst erklärte das Manöver am zweiten Tag seiner Aussage folgendermaßen: “Ich wollte drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.” Erstens habe das Manöver, bei dem das Schiff die Insel “grüßt” und die Passagiere Land sehen könnten, kommerzielle Gründe gehabt. Zweitens habe er einem Schiffskellner, der von Giglio stamme, einen Gefallen tun wollen und drittens habe er einem befreundeten Kapitän von Giglio die Ehre erweisen können.

Die Costa Concordia rammte im Januar 2012 einen Felsen und kenterte. Nach der Havarie habe er nicht sofort Alarm ausgelöst, um das Schiff noch möglichst nah an die Insel Giglio heranzusteuern, so Schettino weiter vor Gericht. Er habe zudem verhindern wollen, dass die Menschen ins Meer springen. Der Kapitän ging noch vor vielen Passagieren an Land. Er muss sich seit Juli 2013 wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Ihm drohen bei Verurteilung mehr als 20 Jahre Haft.

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