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Litauen bekommt den Euro

Litauen bekommt den Euro
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Zum Jahreswechsel bekommt Litauen als letzter Baltischer Staat den Euro. Damit wächst die Euro-Familie auf 19 Mitglieder an. Die EU-Finanzminister hatten dem Beitritt Litauens in die Eurozone im Sommer zugestimmt. Viele Litauer fürchten allerdings, dass der Euro zum „Teuro“ wird. Zudem gilt die bisherige Währung, der Litas, als Symbol für die 1991 erlangte Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Geschäftsleute sehen die Umstellung eher gelassen.
So meint Konzernchef Visvaldas Matijoschaitis: “Das ändert nichts. Denn schon heute ist der litauische Litas an den Euro gekoppelt. In unserer Branche ändert sich nichts, außer dass wir andere Geldscheine verwenden. Und die Zahlen werden kleiner sein.”

Angesichts der Ereignisse in der Ukraine gilt der Beitritt in die Eurozone für die Ex-Sowjetrepublik zudem als sicherheitsrelevant, denn er schafft Distanz zu Russland. Für Litauens Regierungschef Algirdas Butkevičius bietet die Euro-Einführung größere finanzielle Stabilität im Land. Außerdem sagte er: “Ich glaube, dass sich das Denken der Firmenchefs heutzutage wandelt. Sie arbeiten lieber mit weniger risikoreichen Märkten zusammen und nutzen den Umstand, dass Litauen eine stabile Währung wie den Euro hat. Geringere Gewinne nimmt man für langfristige Stabilität in Kauf.”
Derzeit kriselt es erheblich zwischen Vilnius und Moskau. Moskau lässt die Muskeln spielen, etwa an der Grenze zu der russischen Enklave Kaliningrad. Hier dauern die Einreiseformalitäten seit kurzem anstatt weniger Stunden bis zu zwei Tage.