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Kenia: Sohn von Regierungsbeamten gehörte zu den Attentätern

Kenia: Sohn von Regierungsbeamten gehörte zu den Attentätern
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Nach dem Massaker in Garissa hat der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta Vergeltung geschworen: Auf den mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags, das hochrangige Al-Shabaab-Mitglied Mohamed Mohamud, wurde ein Kopfgeld von umgerechnet 200.000 Euro ausgesetzt.

So dankbar ich auch bin, ich wünschte meine Freunde wären hier, ich wünschte, sie könnten diesen Moment mit mir und ihren Eltern teilen

Auch der Sohn eines Regierungsbeamten gehörte laut Angaben des kenianischen Innenmisteriums zu den Attentätern: Abdiram Abdullahi sei von seinem Vater als vermisst gemeldet worden. Dieser sei Landrat im Landkreis Mandera im äußersten Nordosten des Landes.

Menschen, die das Blutbad an der Universität im Nordosten Kenias überlebt hatten, wurden von der Regierung mit Bussen nach Nairobi gebracht. Dort trafen sie in einem zum Katastrophenzentrum umgebauten Stadion auf ihre Familien.

“So dankbar ich auch bin, ich wünschte meine Freunde wären hier, ich wünschte, sie könnten diesen Moment mit mir und ihren Eltern teilen”, so die Überlebende Lavenda Mutesi.

“Ich habe viele meiner Freunde verloren. Das, was passiert ist, was wir erlebt haben, ist immer noch in unseren Köpfen, wir können es nicht vergessen. Ich kann nicht dorthin zurück”, sagte Lydia Mwende.

Fünf Verdächtige sind nach Angaben des kenianischen Innenministeriums mittlerweile festgenommen worden. Kenia hat nach dem Massaker mit 148 Toten eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen, die am Ostersonntag beginnt.

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