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Schulbuchstreit: Südkorea wirft Japan territorialen Revisionismus vor

Schulbuchstreit: Südkorea wirft Japan territorialen Revisionismus vor
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Ein alter Territorialstreit um eine Inselgruppe beschäftigt Südkorea und Japan. Weil die Inselgruppe in immer mehr japanischen Schulbüchern als von Südkorea illegal besetztes Territorium geführt wird, beschwerte sich Seoul am Montag offiziell. Südkoreas Vizeaußenminister bestellte den japanischen Botschafter zu sich.

Südkorea, das zwischen 1910 und 1945 japanische Kolonie war, kontrolliert die Dokdo-Inselgruppe seit dem Ende des zweiten Weltkriegs.

Noch im Jahr 2011 führten nur vier von 18 japanische Schulbüchern die dort Takeshima genannten Inseln als von Japan beanspruchtes Gebiet. Inzwischen sind es laut einer neuen Auswertung 13 von 18 japanische Schulbücher.

Die südkoreanische Regierung protestiert mit deutlichen Worten: “Die japanische Regierung drückt damit letztlich aus, dass sie die Fehler der Vergangenheit wiederholen wird, wenn sie der jungen Generation verzerrte historische Ansichten und Gebietsansprüche einimpft. Das zeigt, dass Japan nicht willens ist, eine verantwortungsvolle Rolle als vertrauenswürdiges Nachbarland zu spielen”, so ein Sprecher des Außenministeriums.

Erst vor rund zwei Wochen hatten Japan, Südkorea und China sich darauf geeinigt, auf eine außenpolitische Annäherung und eine Entspannung bei diversen Territorialstreitigkeiten hinzuarbeiten.

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