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Westbalkan-Konferenz im Zeichen der Flüchtlingsthematik

Westbalkan-Konferenz im Zeichen der Flüchtlingsthematik
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Mehr als 225.000 Menschen sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) in diesem Jahr bereits über das Mittelmeer nach Europa geflohen. Angemessene Hilfsmaßnahmen haben bisher weder die einzelnen Länder noch die Europäische Union gefunden.

Bei der Westbalkan-Konferenz, die an diesem Donnerstag in Wien stattfindet, steht die Flüchtlingsthematik auf der Tagesordnung.

Regierungsvertreter der sechs Balkanstaaten, die nicht zur Europäischen Union gehören, also Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien werden in Wien erwartet, darüber hinaus Vertreter Österreichs, Deutschlands, Frankreichs und Italiens.

Die Balkanländer sind vor allem als Durchgangsländer von den Flüchtlingsströmen betroffen. Österreich als Gastgeber der Konferenz verzeichnet eine stark ansteigende Zahl von Asylanträgen. Zwischen Januar und Juni dieses Jahres wurden 28.311 Anträge gestellt, im Vergleichszeitraum 2014 waren es 9.047.

Außenminister Sebastian Kurz machte sich im Vorfeld der Konferenz an der griechisch-mazedonischen Grenze ein Bild von der Lage. Die Regierung in Skopje hatte aufgrund der Flüchtlingswelle den Notstand erklärt.

“Wir haben hier eine Situation, dass Flüchtlinge von einem EU-Land nach Mazedonien kommen und Mazedonien nicht nur nicht die Möglichkeit hat, das alleine zu stemmen, sondern mit der Situation natürlich auch vollkommen überfordert ist”, so Kurz. “Es braucht dringend ein gesamteuropäisches Vorgehen, und es kann insbesondere auch nicht sein, dass von Griechenland die Flüchtlinge, ohne sie zu registrieren, einfach weiter nach Mazedonien gelotst werden”, sagte der Außenminister weiter.

Nach UNHCR-Angaben stammt die große Mehrheit der Flüchtlinge aus Syrien, sie machen 82 Prozent der Ankömmlinge aus. 14 Prozent der Bootsflüchtlinge sind Afghanen, drei Prozent Iraker. Die meisten landen in Griechenland, gefolgt von Italien und Spanien. Das Flüchtlingshilfswerk rief die Europäische Union auf, Griechenland bei der Einrichtung einer Koordinierungsstelle zu helfen.