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Besetztes Umweltministerium in Beirut von Polizei gestürmt

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Besetztes Umweltministerium in Beirut von Polizei gestürmt

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Aus Protest gegen die Müllkrise in Beirut drangen Dutzende Demonstranten in das libanesische Umweltministerium ein und besetzten es für mehrere Stunden.
Seit mehreren Wochen schon werfen die Protestierenden Umweltminister Mohammed Maschnuk Versagen vor und fordern seinen Rücktritt.
Die Vorsitzende der Grünen Partei im Libanon distanzierte sich von dem Vorgehen der Aktivisten. Man habe kein Verständnis für die Geiselnahme staatlicher Institutionen.

Nach sechs Stunden wurde das Gebäude von einem Sondereinsatzkommando der Polizei gestürmt. Einer der Organisatoren der Kampagne beklagte, dass die Polizei hierbei Gewalt angewandt habe während die Aktivisten friedlich demonstriert hätten.

Erst haben sie den Strom gekappt, dann das Wasser. Sie kamen in das Gebäude. Wir sagten ihnen, dass wir friedlich gehen würden. Trotzdem haben sie allen auf den Kopf geschlagen.

Das libanesische Rote Kreuz gab an, dass einer der Organisatoren verletzt worden sei und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Bereits seit Mitte Juli türmen sich die Müllberge in der libanesischen Hauptstadt. Immer wieder gibt es deshalb heftige Proteste.