Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Schuldzuweisungen nach Bukarester Brandkatasrophe

Schuldzuweisungen nach Bukarester Brandkatasrophe
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

In Rumänien herrschen Trauer und Entsetzen über das verheerende Unglück mit 27 Todesopfern in einem Nachtclub. Während noch unklar ist, wie es zu dem Feuer in dem Kellerlokal kommen konnte, wird die Schuldfrage immer lauter. Staatspräsident Klaus Iohannis gibt den Betreibern des Clubs die Schuld. Einfache Regeln seien ignoriert worden, sagte er nach einem Besuch am Unglücksort. Außerdem sei das Lokal mit etwa 400 Besuchern vollkommen überfüllt gewesen. Der Bukarester Rapper JerryCo kam ebenfalls zur Unglücksstelle und sagte, was dort geschehen sei sei symptomatisch für die Stadt: “Wir sind die Toten. Denn sowas kann in jedem Club hier passieren. Was glauben Sie wie viele Clubs in Bukarest Notausgänge haben? In der ganzen Stadt? Keiner!”
Bis Samstag konnten noch nicht alle 27 Leichen identifiziert werden. Zehn verletzte Clubgäste schwebten noch in Lebensgefahr. Insgesamt wurden 146 Menschen mit Brandwunden und Rauchvergiftungen in Kliniken gebracht. Die Solidarität mit den Opfern ist groß. In Regierung Rumäniens ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Viele Halloween-Partys wurden abgesagt. Die Lust zu Feiern war vielen ohnehin vergangen. Sie gingen stattdessen lieber Blut spenden. Regierungschef Victor Ponta brach eine Mexikoreise ab und kehrte nach Bukarest zurück.