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Wetterphänomen El Ninio: Äthiopien droht neue Hungersnot

Wetterphänomen El Ninio: Äthiopien droht neue Hungersnot
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In Äthiopien zeichnet sich eine neue Hungerkatastrophe ab. Schuld ist das Wetterphänomen El Ninio. Etwa zehn Millionen Menschen seien derzeit von akuter Nahrungsmittelknappheit betroffen, so die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO.

Die Vereinten Nationen bitten deshalb um insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro: für Notrationen, die Bereitstellung sicheren Trinkwassers für Menschen sowie Saat- und Futtergut zur Erhaltung der Produktionsfähigkeit. Aktuell ist Äthiopien damit die drittgrößte humanitäre Krise nach Syrien und dem Jemen.

“Bei den Erten und dem Vieh wurden Verluste von 50 bis 90 Prozent gemeldet, im Osten des Landes sind es Totalverluste”, so FAO-Einsatzleiterin Rosanne Marchesich.

Die Dürre begann schon 2015 und droht nun zur schwersten seit einem halben Jahrhundert zu werden. Äthiopien, das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung Afrikas, ist besonders stark betroffen. Auch bei der kommenden Erntezeit drohen Totalausfälle.

1984 starben bei einer Hungersnot in Äthiopien infolge von Dürre und Krieg rund eine Million Menschen. Inzwischen ist das Land zwar eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Afrikas. Doch noch immer leben große Teile der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Schon jetzt sind acht Millionen Menschen von Notrationen der Regierung abhängig.