EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader

Finden Sie uns

WERBUNG

Hamburg: Faeser nennt Islamisten-Demo "schwer erträglich"

Symbolbild: Hamburg
Symbolbild: Hamburg Copyright Copyright 2005 AP. All rights reserved.
Copyright Copyright 2005 AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Über 1000 Menschen haben am Wochenende an einer islamistischen Demonstration in Hamburg teilgenommen.

WERBUNG

In Hamburg hat eine islamistische Demonstration für Kontroversen gesorgt. Mehr als 1 000 Menschen forderten die Errichtung eines "Kalifats" und protestierten gegen die ihrer Meinung nach islamfeindliche Politik Deutschlands. Der Hamburger Polizeipräsident Falk Schnabel sagte, dass überwiegend junge Männer an der Demonstration teilgenommen haben. Sie sei zudem überwiegend friedlich verlaufen, so Schnabel.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser bezeichnete die Demo als "schwer erträglich". 

Bundeskanzler Olaf Scholz verurteilte die Veranstaltung und rief zum Einschreiten des Staates auf: "Eins muss klar sein: Alle Straftaten, überall dort, wo gegen Gesetze der Bundesrepublik Deutschland verstoßen worden ist, müssen verfolgt werden. Gegen all das, was an islamistischen Aktivitäten stattfindet, muss mit den Möglichkeiten und Handlungsoptionen unseres Rechtsstaates vorgegangen werden."

Kundgebung wurde von Nahestehenden der antidemokratischen Gruppe "Muslim Interaktiv" organisiert

Nach Angaben der Behörden wurde die Kundgebung von Kreisen der antidemokratischen Gruppe "Muslim Interaktiv" organisiert, berichtete die Tagesschau. Die Gruppe wird nach Informationen des Hamburger Verfassungsschutzes als "gesichert extremistisch" eingestuft. Der Hamburger Polizeipräsident Falk Schnabel hat sich nach der Demonstration für ein Verbot der Organisation "Muslim Interaktiv" ausgesprochen. 

Redner der Demonstration warfen der Politik und den Medien vor, "billige Lügen" und "feige Berichterstattung" zu verbreiten. Sie sagten, dass im Kontext des Gaza-Kriegs alle Muslime in Deutschland als Islamisten stigmatisiert werden.

Was genau ist ein "Kalifat"?

Ein Kalifat ist die Herrschaft eines Kalifen, der als "Nachfolger" oder "Stellvertreter des Gesandten Gottes" gilt und eine von Gott gesetzte Rechtsordnung vorsieht. Neben dem "Kalifat" forderten die Demonstranten auch die Einführung der Scharia. Die Scharia ist das islamische Gesetzeswerk, das religiöse und rechtliche Normen sowie Mechanismen zur Normfindung und Interpretationsvorschriften des Islam umfasst.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Mai-Demos weltweit. Auschreitungen, Gaza-Solidarität und rote Farbe

Waffenstillstand? Gaza-Verhandlungen Thema beim Weltwirtschaftsforum in Riad

Wie in den USA: Polizei unterbindet pro-palästinensische Studentenproteste