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Japanische Schulbücher feuern Streit um Inseln mit Südkorea an

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Japanische Schulbücher feuern Streit um Inseln mit Südkorea an

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Zwischen Japan und Südkorea ist der Streit um zwei Inseln wieder entbrannt. Die Regierung in Tokio hat entschieden, dass in Schulbüchern zukünftig stehen soll, dass das umstrittene Territorium zu Japan gehört. Bereits zuvor hatte Japan mit der Überarbeitung von Schulbüchern seinen Anspruch auf die zwei Inseln untermauert, die von Drittstaaten als Liancourt Felsen bezeichnet werden, japanisch Takeshima und koreanisch Dokdo heißen. Die Regierung in Seoul reagierte umgehend. Cho June-hyuck, Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums: “Wir verurteilen es auf Schärfste, dass die japanische Regierung am 18. März erneut Schulbücher bewilligt hat, die einen verzerrten Blick auf die Geschichte und unangemessene Ansprüche auf die Dokdo-Inseln beinhalten, die unser Gebiet sind, historisch, geografisch und von der internationalen Rechtslage her gesehen. Wir verlangen umgehend eine Richtigstellung.”

Die Inseln werden von Südkorea kontrolliert. Japan beherrschte sie während der Kolonialherrschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts und musste sie nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg aufgeben. Die Zugehörigkeit ist auf völkerrechtlicher Ebene nicht geklärt. Unter den Inseln werden Gasvorkommen vermutet. Zudem sind sie umgeben von reichen Fischgründen.