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Extra 3 Erdogan Satire: Kommissionspräsident Juncker "missbilligt" Ankaras Reaktion

Extra 3 Erdogan Satire: Kommissionspräsident Juncker "missbilligt" Ankaras Reaktion
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Im diplomatischen Streit um eine deutsche Satire auf den türkischen Regierungschef Erdogan haben heute sowohl die deutsche Bundesregierung als auch die Europäische Kommission die Kritik Ankaras zurückgewiesen.

Der deutschen Botschafter in Ankara soll am Dienstag aufgefordert worden sein, dafür zu sorgen, dass der anstößige Song “Erdowi, Erdowo, Erdogan” der NDR Satiresendung Extra 3 nicht mehr gesendet werde.

Sprecher des deutschen Außenministeriums und der Bundesregierung erklärten, die Reaktion Ankaras sei im Hinblick auf Presse- und Meiningsfreiheit unangebracht.

Kommissionssprecherin Mina Andreeva erklärte beim täglichen Pressebriefing in Brüssel:

“Kommissionspräsident Juncker missbilligt die Einbestellung des deutschen Botschafters bloß wegen eines satirischen Lieds. Er glaubt, dass ein solches Verhalten die Türkei weiter von der EU entfernt, anstatt sie näher an uns heranzuführen.
Zwar begrüßt der Präsident die Zusammenarbeit mit der Türkei bei gemeinsamen Herausforderungen, doch diese Reaktion scheint unvereinbar mit der Aufrechterhaltung der Pressefreiheit und der Meinungsfreiheit zu sein, Werten also, die die EU hochhält, wie sie wissen.”

Die EU hatte sich beim letzten bilateralen Gipfeltreffen Anfang des Monats mit der Türkei auf ein gemeinsames Vorgehen in der Flüchtlingskrise geeinigt.

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