Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Island: Druck auf Regierung wächst nach Gunnlaugsson-Rücktritt

Island: Druck auf Regierung wächst nach Gunnlaugsson-Rücktritt
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Nach den Enthüllungen der “Panama Papers” ist Islands Regierungschef Sigmundur David Gunnlaugsson auf Drängen seiner Partei zurückgetreten.

Wir müssen jetzt definitiv Stärke zeigen

Zuvor war Gunnlaugssons Name im Zusammenhang mit den Berichten über Finanzgeschäfte mit Briefkastenfirmen aufgetaucht. Er bestreitet die Vorwürfe. Ermittelt wird nicht gegen ihn.

Gunnlaugssons Fortschrittspartei schlug Vizeparteichef Sigurğur Ingi Jóhannsson als neuen Ministerpräsidenten vor.

Den zweiten Tag in Folge versammelten sich zahlreiche Demonstranten vor dem Parlament in der Hauptstadt Reykjavik. Sie forderten den Rücktritt der Regierung:

“Wir müssen jetzt definitiv Stärke zeigen, und eine klare Botschaft aussenden, dass dies alles nicht unserem Charakter entspricht. Diese konstruierten Änderungen in der Regierung reichen uns nicht.”

Bereits am Montag hatten rund 12.000 Demonstranten vor dem Parlament protestiert.

Gunnlaugsson bat den isländischen Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson am Dienstag zunächst
um Erlaubnis, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen auszurufen. Eine Entscheidung steht noch im Raum.

Die nächsten regulären Parlamentswahlen finden im kommenden Jahr statt.