Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Keine Hilfe in seiner Heimat Italien: Gelähmter DJ stirbt selbstbestimmt in der Schweiz

Keine Hilfe in seiner Heimat Italien: Gelähmter DJ stirbt selbstbestimmt in der Schweiz
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Ein italienischer gelähmter DJ hat in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch genommen. Im Januar hatte er sich mit seinem Anliegen in einem Videoappell Hilfe suchend an Politiker gewandt – ohne Erfolg. “Es ist wirklich eine Schande, dass kein Abgeordneter den Mut hat, sich für ein Gesetz für leidende Menschen einzusetzen”, so DJ Fabo. Jetzt konnte er nicht mehr.

In einem Tweet bestätigte Marco Cappato, ein ehemaliger Abgeordneter und Verfechter für ein Sterbehilfe-Gesetz in Italien den selbstbestimmten Tod von Fabiano Antoniano in einer Klinik in der Nähe von Zürich. Der Politiker arbeitet für die “Associazione Luca Coscioni”, eine Organisation, die die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung fördert und sich für die Legalisierung der Sterbehilfe in Italien einsetzt.

“Nach einer zweiten medizinischen Untersuchung heute Morgen und einer dritten Visite hat er seinen Willen bestätigt und mit seinem Mund einen Knopf gedrückt – eine der weinigen Bewegungen, die er noch machen konnte – und sich auf diese Weise die Medikamente zugeführt, die ihn in wenigen Minuten einschlafen und ohne Leiden sterben ließen”, so Cappato.

DJ Fabo stand bis zu seinem Autounfall im Juni 2014 mitten im Leben. Selbst blind und gelähmt versuchte der 39-Jährige, mit etlichen Therapien seine Lebensqualität zu verbessern.