Keine 7€ pro Tag: So arm war das russische Model (14†), das in China starb

Keine 7€ pro Tag: So arm war das russische Model (14†), das in China starb
Von Euronews
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Wie wenig hat das 14 Jahre alte Model aus Russland verdient? Vlada Dzyuba starb alleine in China.

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Die traurige Geschichte von Vlada Dzyuba, dem Model aus Perm in Sibirien, die im Alter von nur 14 Jahren allein in China starb, geht um die Welt.

Die “Siberian Times” berichtet, dass die Eltern von Vlada Dzyuba nicht genug Geld haben, um die Leiche ihrer Tochter nach Russland überführen zu lassen. Die Jugendliche wird in Schanghai eingeäschert – und dann die Asche nach Perm geschickt. Tatsächlich verdiente die Tochter als Model weniger als 7 Euro pro Tag. Bei ihrem vorherigen Engagement in China hatte Vlada Dzyuba in 60 Tagen zwar 3.000$ verdient – aber nach Abzug der Ausgaben für Flugkosten, Miete, Essen etc. blieben ihr offenbar insgesamt 500$ (etwa 430€).

13 Stunden pro Tag gearbeitet?

Die chinesische Model-Agentur, die Vlada Dzyuba beschäftigte, bestreitet inzwischen die Berichte über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, wonach die 14-Jährige mehr als 13 Stunden pro Tag arbeiten musste.
Vlada Dzyubas Mutter Oksana hatte erzählt, ihre Tochter habe sie angerufen und gesagt: “Ich bin so müde, ich habe 13 Stunden gearbeitet, ich will nur noch schlafen.”

Woran genau Vlada Dzyuba starb, ist unklar. Einige Quellen sprechen von multiplem Organversagen, einige von Sepsis. Klar ist, dass sich das Model keine Krankenversicherung leisten konnte. Deshalb hatte sie offenbar Angst, einen Arzt zu rufen, als es ihr immer schlechter ging.

Die Siberian Times nimmt Vlada Dzyubas Schicksal zum Anlass, andere junge Mädchen in Russland vor einer Karriere als Model zu warnen. Auf einem Foto ist Vlada mit einer kleinen Krone in den Locken zu sehen, aber ihr Leben war offenbar alles andere als das einer Prinzessin.

Earning $8 a day – the story about the Russian teenager model who died in China https://t.co/AKGPVtxC3Spic.twitter.com/0d0GoezqVW

— The Siberian Times (@siberian_times) 30. Oktober 2017

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