Kolumbien: Friedensverhandlungen mit ELN-Guerilla ausgesetzt

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Wenige Stunden nach Auslaufen einer Feuerpause wurden in Kolumbien mehrere Anschläge verübt, für die die ELN-Rebellen verantwortlich gemacht werden. Grund für Präsident Juan Manuel Santos, die Friedensgespräche auszusetzen.

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Ganz eingestellt hatten die ELN-Kämpfer in Kolumbien ihre Anschläge trotz Waffenstillstand nie, trotzdem sollten die Friedensverhandlungen mit der Regierung am Mittwoch fortgesetzt werden. Doch nur wenige Stunden nach Auslaufen des bis Dienstagnacht gültigen Waffenstillstands wurden mehrere Anschläge, unter anderem auf eine wichtige Ölpipeline, verübt, für die die Rebellen verantwortlich gemacht werden. Grund für Präsident Juan Manuel Santos, die in Ecuador stattfindenden Friedensgespräche auszusetzen. Er habe seinen Verhandlungsführer zurückbeordert, so Santos, um über den weiteren Verlauf zu beraten und zudem die Armee angewiesen, schlagkräftig zu handeln.

Die ELN ist die letzte große Rebellengruppe in Kolumbien. Sie hatte erstmals einem Waffenstillstand zugestimmt, der seit Oktober galt und Dienstagnacht auslief. Die ELN hatte erklärt, die Feuerpause nur fortzusetzen, wenn die Bedingungen neu verhandelt würden.

Die Aussöhnung mit den linken Guerillas war am Mittwoch auch Thema im UN-Sicherheitsrat. Man müsse in den kommenden Monaten Fortschritte machen, so der Chef der UN-Mission in Kolumbien, sodass der Prozess stabiler werde.

Santos hatte für das Abkommen mit der ehemals größten Guerillagruppe des Landes, FARC, den Friedensnobelpreis erhalten. Die Umsetzung des Friedensvertrages ist jedoch komplex und in der Bevölkerung umstritten - sollte er bis zur Präsidentschaftswahl im Mai nicht umgesetzt sein, könnte das auch die historische Einigung gefährden.

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